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Gesamte Innenstadt soll bei Olympia autofrei sein

Von Renate Pinzke
Die gesamte Innenstadt soll nach den Plänen von Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) während Olympia autofrei sein.

Die gesamte Innenstadt soll nach den Plänen von Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) während Olympia autofrei sein.
 Foto: Gärtner + Christ / Imago

Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) hat am Mittwoch die  ersten Ideen zum  Hamburger Konzept für grüne und nachhaltige olympische Spiele in der HafenCity Universität vorgestellt. Die Überraschung: Die gesamte Innenstadt soll während der Austragung der olympischen Spiele autofrei sein. Der Standort des Olympischen Dorfes, der Kleine Grasbrook, soll auch nach dem Ereignis wenig befahren werden, der Autoanteil darf dann 25% nicht überschreiten.

Umweltsenator Jens Kerstan (49, Grüne) vor seiner Behörde in Wilhelmsburg.

Umweltsenator Jens Kerstan (49, Grüne) vor seiner Behörde in Wilhelmsburg.
 Foto: Patrick Sun

Entwickelt werden die Ideen unter Federführung der Umweltbehörde in Projektgruppe mit Gutachtern und Experten. „Wer sich am Ende gegen Weltstädte durchsetzen will, muss durch Ideen und Einzigartigkeit punkten“, so Umweltsenator Jens Kerstan. Man wolle nicht olympische Spiele für Hamburg machen, sondern für die Welt, so Kerstan weiter.

Dabei spielt auch Nachhaltigkeit für den Senator eine wichtige Rolle. Faire Handelsbedingungen und Umweltfreundlichkeit sollen bei der Anschaffung der Stadionausstattung an oberster Stelle stehen. Als Umwelthauptstadt Europas 2011 müsse Hamburg vorbildlich vorangehen. Bei der Erbauung des Olympischen Dorfs sollen beispielsweise neue Maßstäbe für energieeffizientes Bauen gesetzt werden.

Auch eine Klimataxe für Besucher ist geplant, um die Spiele klimaneutral gestalten zu können. Wie hoch die sein wird, ist noch unklar.