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Wilhelmsburger Reichsstraße Hier kommt die neue Autobahn hin

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Wilhelmsburger Autobahn

Bislang ist es ein Baufeld, doch bis 2019 sollen hier die neuen Gleise und die neue vierspurige Verkehrstrasse entstanden sein. Foto: Sun

Die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße (B75) ist eines der größten Bauprojekte der Stadt, jahrelang wurde darüber gestritten. Bis 2019 soll die Trasse 400 Meter nach Osten verlagert werden – direkt neben die dortigen Bahngleise. Ein gigantisches Vorhaben, von dem auch der Wohnungsbau profitiert.

Martin Huber und Bernd Rothe

Martin Huber (links) und Bernd Rothe sitzen auf den neuen Gleisen.  Foto: Sun

Viele Wilhelmsburger haben sich massiv gewehrt, forderten eine kleinere Lösung anstatt einer neuen Autobahn mitten durch den Stadtteil. Doch der Senat setzte sich durch. Damit die B75 verlegt werden kann, müssen jetzt alte Gleise weichen – und neue gebaut werden. Das übernimmt die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und –bau GmbH (DEGES).

Im Auftrag des Bundes werden derzeit 5,5 Kilometer neue Gleisanlagen, 16 Weichen, 55 Signale und mehr als 100 Kilometer Kabel entlang der Strecke neu verlegt. „Wir modernisieren die Strecke und machen sie fit für die Zukunft“, sagt Bernd Rothe, Prokurist der DEGES.

Im Juli 2017 soll die neue Bahnstrecke vollständig in Betrieb genommen werden. „Wir realisieren außerdem ein zusätzliches Gleis in den Hafen für die künftigen Güterverkehre in Richtung Skandinavien und Südosteuropa“, sagt Frank Limprecht, Leiter Großprojekte Nord der Deutschen Bahn.

Die neue Autobahn

Vierspurig, direkt neben den Gleisen: So soll die neue Reichsstraße aussehen. Foto: HFR

Sobald die Schienenarbeiten abgeschlossen sind, geht es an die Straße: Die neue vierspurige Streckenführung ist 4,6 Kilometer lang und wird mit der A 253 im Süden und der A 252 im Norden verbunden. Rund 70.000 Fahrzeuge werden die Hauptstraße täglich nutzen, sobald sie 2019 fertiggestellt ist.

„Ich freue mich, dass unser Plan, Eisenbahn- und Straßenverkehr auf einer Trasse zu bündeln, Realität wird“, sagt Martin Huber, Amtsleiter für Verkehr und Straßenwesen. Rund 235 Millionen Euro kosten die gesamten Baumaßnahmen – ein wesentlicher Teil wird für Lärmschutz ausgegeben.

So werden auf einer Strecke von etwa 15 Kilometern Lärmschutzwände aufgestellt, laut Rothe soll die „Lärmbelästigung bei bis zu 9000 Wohnungen erheblich reduziert werden.“

Das gilt auch für die rund 3.000 Wohnungen, die künftig auf dem Gebiet der ehemaligen B75-Trasse entstehen sollen – bekannt als „Neue Mitte Wilhelmsburg“. Sobald die Wilhelmsburger Reichsstraße verlegt ist, kann das nächste gigantische Bauprojekt beginnen.

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Vollsperrung Kornweidenbrücke

Brücke

 

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Wilhelmsburger Reichsstr.

hamburg.de

 Baufortschritt
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Die Vorbereitungen zur Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße erfolgen an verschiedenen Orten in Wilhelmsburg.

Für den Neubau der Anschlussstelle Hamburg-Wilhelmsburg-Süd wird der Kanal „Südliche Wilhelmsburger Wettern“ verlegt. Östlich der Wilhelmsburger Reichsstraße ist dies bereits erfolgt. Ebenfalls begonnen wurde mit dem Bau der Unterführung der Wettern, einer Brücke und der neuen östlichen Auffahrtsrampe. Ab Mitte 2016 sollen Autofahrer diese Rampe nutzen können.

Baufortschritt im Oktober/November 2015

Auch im Bereich der zukünftigen Brücke über den Ernst-August-Kanal laufen die Arbeiten mit Hochdruck weiter. Die vorbereitenden Arbeiten der Bodenverbesserung für die Verlegung der Straße Vogelhüttendeich sind abgeschlossen. Für die Pfahlgründung der Brücke werden nach der Beendigung der Testphase nun die Pfähle hergestellt und eingebaut. Durch die Pfahlgründung werden die Lasten der Brücke in tiefere, tragfähige Bodenschichten verteilt.

Parallel zur verlegten Bundesstraße werden 5,5 Kilometer neue Gleise gebaut. Die erste Weiche wurde bereits eingebaut. Außerdem erfolgen Entwässerungsarbeiten und Vorbereitungen zur Installation von Bahntechnik.

Im Bahndamm-Bereich Abzweig Hohe Schaar wurden im August Behelfsbrücken eingebaut, über die seitdem der Bahnverkehr in den Hafen läuft. Bis Ende 2016 entstehen neue Eisenbahnbrücken, die quer eingeschoben werden, so dass dann die neue Wilhelmsburger Reichsstraße die Gleise unterqueren kann. Der Verkehr am Hauland wird dabei nicht beeinträchtigt.

Von der Thielenbrücke aus sieht man zurzeit umfangreiche Bodenarbeiten: Schotter wird gesiebt und aufbereitet, um Materialtransporte zu minimieren und das bereits vorhandene Material für den neuen Gleisbau wiederverwenden zu können.

Als Service-Angebot wurde eine monatliche Bürgersprechstunde eingerichtet, die immer am letzten Mittwoch im Monat um 17 Uhr im Büro der Bauoberleitung, Rotenhäuser Str. 14, in Wilhelmsburg stattfindet. Hier können sich Bürgerinnen und Bürger und Anwohner über den Stand der Arbeiten und mögliche Einschränkungen informieren.

Neuer Lärmschutz für Wilhelmsburg

Nördlicher Abschnitt – Vogelhüttendeich bis Neuenfelder Straße

S-Bahnhof Wilhelmsburg

Voraussichtlich 2018 wird neben dem S-Bahngleis eine 5,5 Meter hohe, 676 Meter lange Lärmschutzwand gebaut.

Max-Eyth-Straße

(zwischen Thielenstraßenbrücke und S-Bahnhof)

Voraussichtlich in 2018 wird neben dem S-Bahngleis eine 5,5 Meter hohe und 290 Meter lange LSW entstehen. Zwischen der Fernbahn und den Aufstellgleisen wird ein 240 Meter langer und 5,50 Meter hoher Lärmschutz gebaut.

Buscher Weg und Parallelstraße

(zwischen Thielenstraßenbrücke und Ernst-August-Kanal)

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Voraussichtlich in 2017 wird die vorhandene Wand auf Höhe Buscher Weg zwischen den S-Bahngleisen und angrenzenden Grundstücken abgebaut. Dafür entsteht anschließend eine neue 5,5 Meter hohe und 1,5 Kilometer lange Lärmschutzwand. Sie wird 3,5 Meter höher sein als bisher. Zusätzlich weicht ein Jahr später die LSW zwischen den Gleisen der S-Bahn und der Fernbahn einer höheren und deutlich längeren Wand (5,5 Meter Höhe; Länge: 1,3 Kilometer), anstelle einer bisher nur 355 Meter langen und 2 Meter hohen sowie einer 610 Meter langen und 3 Meter hohen Wand.

Vogelhüttendeich

(im Bereich Ernst-August-Kanal)

Bereits Anfang 2015 wurde die bestehende Wand abgerissen. Die neue LSW wird gebaut und soll im Frühjahr 2016 fertig sein. Sie entsteht neben den Gütergleisen auf einer Länge von 190 Metern und wird mit 4,5 Metern rund 2,5 Meter höher werden als bisher.

Südlicher Abschnitt – Neuenfelder Straße bis Katenweg

Zwischen Katenweg und Siebenbrüderweide

(Katenweg Haus-Nr. 46/48 bis Brackstraße)

Zusätzlich zur dort bereits vorhandenen Lärmschutzwand, wurde 2014/2015 zwischen dem S-Bahngleis und dem Gütergleis eine 5,5 Meter hohe neue Lärmschutzwand errichtet. Allerdings haben Hindernisse im Boden dazu geführt, dass einige Pfosten verschoben werden mussten und so heute noch Lücken in der Lärmschutzwand vorhanden sind. Diese sollen im Herbst 2016 geschlossen werden.

Bereich Katenweg

(König-Georg-Deich bis Katenweg Haus-Nr. 46/48)

Die Lärmschutzwand wurde um drei Meter auf 5,5 Meter erhöht.

Neuenfelder Straße bis Vogelhüttendeich

(Gesamter Abschnitt)

In diesem Bauabschnitt laufen die Planungen für den Bau neuer Lärmschutzwände.

Leipeltstraße und Schwentnerring

(Gesamter Abschnitt)

Die vorhandenen Lärmschutzwände wurden um mehrere Meter auf nun 5,5 Meter erhöht.

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Es wird laut inWilhelmsburg

Bauarbeiten zur Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße
führen zu Lärmbelästigungen an den Kuckuckswettern

Von Sabine Langner.
Bevor er ruhig werden kann, wird es erst mal laut: Wie bereits mehrfach berichtet, soll die Wilhelmsburger Reichsstraße parallel zu den Bahngleisen verlegt werden. Damit soll die Lärmbelastung reduziert werden.
Eine der notwendigen Vorarbeiten ist der Umbau des Durchlasses der Kuckuckswettern unter den Bahngleisen.
In dieser und in der nächsten Woche wird dafür eine neue Spundwand in den Boden gerammt. Deswegen muss in den nächsten Tagen mit Lärm und Erschütterungen gerechnet werden.

(Foto von den Engagierten Wilhelmsburgern eingefügt)
Betroffen sind die Anwohner der Straßen Siebenbrüderweide und Leipeltstraße, sowie die Pächter der Kleingartenvereine „Am Bracksee“ sowie „Im Bauernfelde“. Die Anwohner werden mit Handzetteln informiert.
Wer mehr über die Baumaßnahmen erfahren will, ist zur Bürgersprechstunde am Mittwoch, 25. November, um 17 Uhr in der Rotenhäuser Straße 14, Hinterhof rechts, eingeladen.

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Vorbereitungen für den Bau der Neuen Wilhelmsburger Reichsstraße schreiten voran

26.10.15

Bauprojekt Stadtentwicklung in Wilhelmsburger Mitte geht voran

Von Jochen Gipp

Vorbereitungen für den Bau der Neuen Wilhelmsburger Reichsstraße schreiten voran. Bürgersprechstunde am 28. Oktober

Wilhelmsburg.  Die ersten neuen Bahngleise liegen bereits, und eine erste neue Weiche gibt es auch schon. Auf der Elbinsel Wilhelmsburg wird mit Hochdruck an der Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße auf den Westrand des bisherigen Bahngeländes gearbeitet. Dafür müssen dort alte Gleise abgebaut werden. Die neue Gleisstrecke kommt in die Mitte des Bahngeländes und schafft am Westrand Platz für die Straße. 2019 soll die vierspurige neue Wilhelmsburger Reichsstraße dann zwischen Ernst-August-Kanal im Norden und Hauland im Süden im neuen Streckenverlauf fertiggestellt sein. Im alten Straßenverlauf entsteht neuer Raum für die weitere Stadtentwicklung in der Wilhelmsburger Mitte.

Was im einzelnen passiert, können Bürger am Mittwoch, 28. Oktober, 17 bis 18 Uhr, bei einer Sprechstunde im DEGES-Baubüro, Rotenhäuser Straße 14, erfahren. Auch Beschwerden können sie loswerden. Die für das große Bauprojekt zuständige DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) kündigt an, Rede und Antwort stehen zu wollen.

Autofahrer, die täglich auf der Wilhelmsburger Reichsstraße unterwegs sind, bekommen bereits erste Eindrücke von den Veränderungen: Zwischen der Anschlussstelle Wilhelmsburg-Süd (Kornweide) und der Europabrücke ist eine Baustelle eingerichtet. Dort wird derzeit unter laufendem Verkehr eine Brücke gebaut, die über einen neu verlegten Graben (Wettern) führt. In dem Straßenabschnitt soll später auch noch ein Anschluss an die geplante Autobahn A26 erfolgen. Die Kornweide erhält anstelle ihrer derzeitigen Behelfsbrücke eine neue Brücke. Während der Bauzeit ab Mitte 2016 wird der Verkehr die Wilhelmsburger Reichsstraße im Bereich der jetzigen Zu- und Abfahrten mit einer Ampelkreuzung queren.

Unter laufendem Güterzugverkehr wird derzeit auch die Hafenbahn-Gleisstrecke Hohe Schaar im Abschnitt Hauland verändert. Während bereits jetzt zwei Gleise nach Süden in Richtung Harburg abzweigen, gab es bislang nur ein Gleis nach Norden in Richtung Veddel. Zur Beschleunigung des Hafenbahnverkehrs wird auch nun auch nach Norden ein zweites Gleis gebaut. Weil die neue Wilhelmsburger Reichsstraße den Bahndamm künftig im Bereich Hauland unterqueren wird, sind bereits Behelfsbrücken unter die Gleise gebaut worden. Sie ermöglichen den Bau einer offiziellen Bahnbrücke in Stahl-Fachwerk-Bauweise. Diese Brücke soll im Dezember 2016 eingeschoben werden. Danach kann der Bahndamm für den Straßenbau durchbrochen werden.

Wer sich derzeit im Wilhelmsburger Zentrum auf die Thielenbrücke stellt, sieht bereits viel geräumtes Bahngelände. DEGES-Projektleiter Martin Steinkühler sagt: „Hier wird Schotter gesiebt und aufbereitet. Vorhandenes Material soll für den neuen Gleisbau verwendet werden. Obwohl nur 2,8 Kilometer alte Gleisstrecke dem Straßenbau weichen müssen, haben wir 5,5 Kilometer neue Gleisstrecke zu bauen, um den Schienenverkehr des Hafens zu verbessern.“ Außerdem werden 16 Weichen, die Oberleitungen sowie die Leit- und Sicherungstechnik erneuert. Noch dieses Jahr wird in dem Gleisabschnitt in Höhe Siebenbrüderweide auch mit dem Bau einer neuen Lärmschutzwand begonnen.

Auch im Bereich der künftigen Straßenbrücke über den Ernst-August-Kanal im Norden Wilhelmsburgs laufen laut Projektleiter Steinkühler die Arbeiten auf vollen Touren. Für die Brücke muss die Straße Vogelhüttendeich verschwenkt werden. Der gesamte Untergrund des Geländes ist wenig tragfest. Wo die Brücke stehen soll, werden Bohrpfähle in den Boden gedreht. Für die Straßendämme wird zunächst mehr Erdreich aufgefahren als später notwendig. Das höhere Gewicht soll verhindern, dass sich die Straße später unter der Verkehrsbelastung noch setzt.

Die DEGES kündigt an, künftig an jedem letzten Mittwoch eines Monats die Bewohner Wilhelmsburgs mit einer Bürgersprechstunde auf dem Laufenden zu halten. Mit der Verlegung von Bahngleisen und Straße wird laut DEGES auch das Ziel verfolgt, die Lärmbelastung der Bewohner gegenüber der bisherigen Situation deutlich zu verringern.

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Verlegung Wilhelmsburger Reichsstraße: neue Bürgersprechstunde der DEGES

hamburgsofort.de

Verlegung Wilhelmsburger Reichsstraße: neue Bürgersprechstunde am 30.9. und 28.10.

Stadt Hamburg

Bürgersprechstunde Verlegung Wilhelmsburger Reichsstraße: neue Bürgersprechstunde am 30.9. und 28.10. Damit sich Bürgerinnen und Bürger auch persönlich über die Baumaßnahme zur Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße informieren können, richtet die Projektmanagementgesellschaft DEGES eine regelmäßige Bürgersprechstunde ein.

Der erste Termin findet statt am Mittwoch, den 30. September 2015, von 17 bis 18 Uhr statt. Adresse: DEGES Baubüro Wilhelmsburg, Rotenhäuser Straße 14, Hinterhof rechts, 21109 Hamburg.

Vor Ort stehen ein Baubevollmächtigter der DEGES und andere Experten Interessierten Rede und Antwort und erläutern das Projekt. Die Bürgersprechstunde findet jeweils am letzten Mittwoch eines Monats statt. Der zweite Termin ist für den 28. Oktober 2015 geplant.Die DEGES als Projektmanagementgesellschaft plant und baut für ihre Gesellschafter, den Bund und zwölf Bundesländer, Bundesfernstraßen. Die Freie und Hansestadt Hamburg als einer dieser Gesellschafter hat die DEGES beauftragt, die Wilhelmsburger Reichsstraße (B4/75) mit der Trasse von Bahnanlagen zu bündeln und umzulegen. Damit wird die veraltete und lärmintensive Strecke durch eine moderne Trasse parallel bestehender Gleisanlagen ersetzt. Die Umverlegung hat zum Ziel, dass die durchtrennte Mitte von Wilhelmsburg geöffnet und die Lärmbelastung für die Bewohner deutlich reduziert wird.

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Foto von EW hinzugefügt

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Warum nur schadet sich Dobrindt gern selbst?

Welt

Politik

Maut-Projekt                                                                       11.09.15

Mit Eigenmächtigkeiten, Häme gegenüber den Ländern und seiner fixen Maut-Idee schadet Verkehrsminister Dobrindt sich selbst. Dabei steht er sonst gut da: Er kann mehr Geld investieren als je zuvor.

Der Satz war klar und doch ein Rätsel: „Brüssel irrt, die Maut kommt, Gerechtigkeit siegt.“ So verkündete es Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Freitag im Bundestag. Das Rätsel dabei: Warum sagt Dobrindt so etwas?

Er hätte die Maut doch verschweigen können, als er den Entwurf des Verkehrshaushalts für 2016 jetzt im Plenum vorstellte. Schließlich lässt sich über die Zukunft des CSU-Projekts nichts sagen, nachdem die EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren wegen drohender Ausländerdiskriminierung eingeleitet hat. Und weil Dobrindt um die Risiken weiß, hat er die Maut gestoppt. Trotzdem gab er nun seine kühne Siegesparole aus und zeigte neuerlich ein Verhalten, mit dem er sich selbst schadet: Er macht sich angreifbar, wo er es nicht nötig hätte.

Prompt nutzten die Grünen Dobrindts Steilvorlage und bezeichneten sein Agieren bei der Maut als „absurd und bescheuert“, wie es der Grünen-Haushaltspolitiker Sven-Christian Kindler formulierte. Indes dürfte Kindler froh gewesen sein, dass ihm Dobrindt das Maut-Thema geschenkt hatte. Denn ansonsten fällt es der Opposition schwer, Grundsatzkritik an den verkehrspolitischen Plänen des Ministers zu üben.

Gut nämlich steht der Minister da. 2016 hat er 2,44 Milliarden Euro zusätzlich für Verkehrsinvestitionen zur Verfügung, so viel wie nie. Zumal für marode Straßenbrücken kann er mehr ausgeben. „Wir haben das Sonderprogramm zur Brückenmodernisierung mit einer Milliarde Euro gestartet. Wir werden es jetzt mit dem Haushalt 2016 verdoppeln auf zwei Milliarden Euro“, sagte Dobrindt im Bundestag. „Jede Sanierungsmaßnahme einer Brücke, die Baurecht erhält, wird auch finanziert werden.“

Aber man beachte das Wort „Baurecht“. Auch dabei hat sich Dobrindt angreifbar gemacht. Kürzlich berichtete die „Welt“, wie viele Brücken bröckeln und wie weit die Reparaturen hinter dem Bedarf zurückbleiben. Doch was machte Dobrindt? Er gab den Bundesländern die Schuld. Die würden es versäumen, die Planungen rechtswirksam abzuschließen. Sie hätten „schnellstmöglich für Baurecht zu sorgen“, forderte Dobrindt.

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen

Bettina Hagedorn
SPD-Haushälterin, zu Dobrindt

Allerdings schafft er selbst das auch nicht – und handelte sich deshalb am Freitag einen scharfen Rüffel vom Koalitionspartner ein. „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen“, rief die SPD-Haushälterin Bettina Hagedorn dem Minister zu. Es ist nämlich so: Um Baurecht zu bekommen, braucht man Planungsingenieure. An denen jedoch mangelt es dem Staat, sodass die Länder nicht alles Geld verbauen können, das vorhanden wäre.

Aber Dobrindt hat das gleiche Problem. Bei den Wasserstraßen, für die der Bund zuständig ist, musste Dobrindt im Mai zugeben, dass er 100 Millionen Euro für die Wasserstraßensanierung nicht verbauen könne, weil er nicht genug Planungskapazitäten habe.

Insofern hat Dobrindt Grund zur verbalen Zurückhaltung. Wenn er trotzdem auf andere schimpft, macht er sich angreifbar. Spitz erinnerte ihn Hagedorn daran, dass der Haushaltsausschuss ihm vor einem Jahr erlaubte, ein Konzept für übertarifliche Bezahlung der Ingenieure zu entwickeln, damit der Staat bei den Fachkräften mit der Privatwirtschaft konkurrieren kann. Jenes Konzept aber gebe es noch nicht, Dobrindt habe „nicht genügend gemacht“, sagte Hagedorn.

Und immer wieder fließt das Geld nach Bayern

Angreifbar macht sich Dobrindt auch dadurch, jährlich im Sommer am Bundestag vorbei Freigaben für Straßenbau-Projekte zu erteilen. Zwar darf er das, seine Vorgänger haben es ebenfalls getan, aber bei Dobrindt fällt einiges auf. Erstens das Volumen: 2014 genehmigte er 27 Neubauprojekte für 1,65 Milliarden Euro, im Juli 2015 waren es sogar 2,7 Milliarden für 72 weitere Projekte.

Zweitens fällt auf, wie sehr dabei Dobrindts Heimatland Bayern profitiert: Der Freistaat erhält bei den 2015-Projekten 50 Prozent mehr Geld, als Bayern nach den üblichen Verteilungsschlüsseln zustände. Drittens finden sich unter den insgesamt 99 Projekten 47 Ortsumfahrungen. Und da sieht die SPD Widersprüche zum Koalitionsvertrag.

Laut dem soll der Erhalt Vorrang haben und ein Neubau nur infrage kommen, wenn es um Verkehrswege von nationaler Bedeutung geht. Das ist bei Ortsumgehungen in der Regel nicht der Fall. Es war eine Warnung an Dobrindt, als SPD-Fraktionsvize Sören Bartol mit Blick auf den anstehenden Bundesverkehrswegeplan sagte, man dürfte „keine Angst vor klaren Entscheidungen haben“, müsse „klare Prioritäten setzen“.

Doch auf Dobrindts Prioritätenliste steht nach wie vor die Pkw-Maut, mit der er sich weiter angreifbar machen wird. Für sie sind im Verkehrshaushalt fürs kommende Jahr 11,2 Millionen Euro für Vorbereitungsmaßnahmen vorgesehen. Aber möglicherweise wird Dobrindts Plan gekippt, sodass nie jene Maut-Einnahmen fließen, mit denen die Investitionen abgestottert werden könnten.

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Behelfsbrücke Kornweide über die Wilhelmsburger Reichsstraße wird erneuert ??

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hamburgsofort.de

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Stadt Hamburg

Wilhelmsburger Reichsstraße Behelfsbrücke Kornweide über die Wilhelmsburger Reichsstraße wird erneuert Die Behelfsbrücke Kornweide über die Wilhelmsburger Reichsstraße wird am Sonntag, den 30.

August, in der Zeit von 5.00 bis 20.00 Uhr voll gesperrt, um eine Lärmbelästi­gung für Anwohner zu beseitigen.

Aufgrund der bereits langen Nutzungs­dauer der Behelfs­brücke und der Brückenbelastung durch LKW hat sich ein Abdeck­blech der Brücken­übergangs-Konstruktion gelöst und erzeugt beim Überfahren durch LKW störende Geräusche.

Bei der Reparatur muss die Übergangskonstruktion demontiert und durch eine neue ersetzt werden. Da die Übergangskonstruktion aus einem Element besteht und über die gesamte Brückenbreite verläuft, ist für die Demontage und den Einbau der neuen Übergangskon­struktion eine Sperrung erforderlich.  Um den Einfluss auf den Individual- und Güterverkehr aus dem naheliegenden Hafen- und Industriegebiet so gering wie möglich zu halten, werden die notwendigen Maßnahmen auf den Sonntag konzentriert.

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Kirchdorfer sind genervt

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Baulärm

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