So belastend sind Holzfeuerungen

Feinstaubbelastung durch Kamine und Co

13.11.2017, 12:38 Uhr | rw, Simone Andrea Mayer, dpa, t-online.de

Kaminöfen und Holzheizungen produzieren viel Feinstaub. Wie giftig ist ein Kaminfeuer? (Quelle: imago/Rainer Weisflog)

Wie giftig ist ein Kaminfeuer? (Quelle: imago/Rainer Weisflog)

Gemeinhin gelten Autos als die Feinstaubschleudern schlechthin. Zahlreiche Städte mussten deshalb sogar Umweltzonen einrichten. Nun überrascht das Umweltbundesamt (UBA) mit anderen Zahlen. Demnach ist mancherorts der größte Anteil der Feinstaubbelastung nicht auf den Straßenverkehr, sondern auf Holzfeuerungen wie Kaminöfen, Kamine und Holzheizungen zurückzuführen.

„Vor allem die wachsende Zahl der Holzfeuerungen wirkt sich negativ auf die Feinstaubbelastung aus“, sagt UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Insbesondere in den Wintermonaten könne der Anteil der Holzfeuerungen an der gesamten Feinstaubbelastung bis zu 25 Prozent betragen. „Die Emissionen aus Holzheizungen übersteigen damit mittlerweile die Feinstaubmengen, die aus den Abgasen des Straßenverkehrs stammen.“ Laut dem UBA-Papier werde mittlerweile in mehr als einem Viertel aller deutschen Haushalte Holz verfeuert.

Immer nur trockenes Holz verheizen

Die meiste Belastung gehe von Einzelraumfeuerungen, unter anderem Kaminöfen aus, heißt es in der Analyse. Um die Feinstaubemissionen so gering wie möglich zu halten, ist es wichtig, dass nur naturbelassenes und ausreichend trockenes Holz verbrannt wird. Wie die Stiftung Warentest ermittelt hat, verdoppelt sich der Feinstaub-Ausstoß beim Verbrennen von Holz mit einer Restfeuchte von 25 Prozent im Vergleich zu Brennholz mit nur 14 Prozent Restfeuchte.

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