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Feinstaubbelastung durch Kamine und Co

So belastend sind Holzfeuerungen

Feinstaubbelastung durch Kamine und Co

13.11.2017, 12:38 Uhr | rw, Simone Andrea Mayer, dpa, t-online.de

Kaminöfen und Holzheizungen produzieren viel Feinstaub. Wie giftig ist ein Kaminfeuer? (Quelle: imago/Rainer Weisflog)

Wie giftig ist ein Kaminfeuer? (Quelle: imago/Rainer Weisflog)

Gemeinhin gelten Autos als die Feinstaubschleudern schlechthin. Zahlreiche Städte mussten deshalb sogar Umweltzonen einrichten. Nun überrascht das Umweltbundesamt (UBA) mit anderen Zahlen. Demnach ist mancherorts der größte Anteil der Feinstaubbelastung nicht auf den Straßenverkehr, sondern auf Holzfeuerungen wie Kaminöfen, Kamine und Holzheizungen zurückzuführen.

„Vor allem die wachsende Zahl der Holzfeuerungen wirkt sich negativ auf die Feinstaubbelastung aus“, sagt UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Insbesondere in den Wintermonaten könne der Anteil der Holzfeuerungen an der gesamten Feinstaubbelastung bis zu 25 Prozent betragen. „Die Emissionen aus Holzheizungen übersteigen damit mittlerweile die Feinstaubmengen, die aus den Abgasen des Straßenverkehrs stammen.“ Laut dem UBA-Papier werde mittlerweile in mehr als einem Viertel aller deutschen Haushalte Holz verfeuert.

Immer nur trockenes Holz verheizen

Die meiste Belastung gehe von Einzelraumfeuerungen, unter anderem Kaminöfen aus, heißt es in der Analyse. Um die Feinstaubemissionen so gering wie möglich zu halten, ist es wichtig, dass nur naturbelassenes und ausreichend trockenes Holz verbrannt wird. Wie die Stiftung Warentest ermittelt hat, verdoppelt sich der Feinstaub-Ausstoß beim Verbrennen von Holz mit einer Restfeuchte von 25 Prozent im Vergleich zu Brennholz mit nur 14 Prozent Restfeuchte.

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„ Ich baue mir einen eigenen Feinstaubsensor“

3.Workshop „ Ich baue mir einen eigenen Feinstaubsensor“

Termin: Di. am 21.11.2017

Uhrzeit: 19:00 Uhr

Bürgerhaus Wilhelmsburg ,  Raum: ?

 Feinstoffsensoren, Mikrocontroller, Schlauch, etc. vorhanden

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Warum das Auto aus den Innenstädten verschwinden wird

http://www.stern.de/auto/news/darum-hat-das-auto-den-kampf-um-die-zukunft-schon-lange-verloren

Die Kollegen von stern-Redakteur Gernot Kramper kommen ohne Auto aus und wollen nicht mal eins. Das Auto weckt keine Begehrlichkeiten und bringt ihnen keinen Nutzen. Auf Dauer lohnt das eigene Auto in der Innenstadt kaum noch.

Man sieht das Problem: In jedem Haus wohnen mehr als 30 Personen, Platz ist aber nur für drei Autos.w© Slava Andrienko/Gettyimages

Von Jahr zu Jahr werden mehr Autos zugelassen. In Deutschland, in Europa, in der ganzen Welt. Immer mehr und immer teurer. So gesehen, ist das Autobauen ein Bombengeschäft. Und doch hat die Automobilwirtschaft die Zukunft bereits verspielt. Das erkennt man an Kleinigkeiten. Etwa daran, dass das Publikum die Ankündigung eines Smartphones von Apple elektrisiert und die Vorstellung in Cupertino den versammelten Autozauber auf der IAA in den Schatten stellt.

Das Auto verschwindet aus dem Bewusstsein

Bei vielen jüngeren Leuten ist das Auto inzwischen abgemeldet. Nicht jeder 18-Jährige will die astronomischen Kosten für einen Führerschein tragen – viele können es auch schlicht nicht mehr. Schaue ich mich bei uns in der Firma um, besitzen nur etwa 15 Prozent der Angestellten ein eigenes Auto. Vielleicht etwas mehr, wenn man Oldtimer und Surfmobile noch dazu zählt. Nur eine einzige (!) Person kommt regelmäßig mit dem Pkw ins Büro. Am Geld kann es eigentlich nicht liegen. Doch im Wettstreit gegen schöne Wohnung und schicke Reisen zieht das Auto den Kürzeren.

Repräsentativ für ganz Deutschland ist diese Beobachtung nicht. Der Verlag liegt direkt an zwei Bahnlinien, die meisten Kollegen wohnen nicht im weiteren Hamburger Stadtgebiet, sondern in den Vierteln der echten City. Ihr Verkehrsmix ist immer der Gleiche: Bus und Bahn bilden das Rückgrat, das Fahrrad ist die Schönwetter-Alternative, und für besondere Anlässe und Besorgungen greifen sie auf ein Miet- oder Sharing-Fahrzeug zurück. Überzeugte Radler bilden übrigens nur eine kleine Minderheit. Die monatlichen Kosten für ein Auto sparen sie sich.

Der Wettstreit der Ausgaben

Oder geben das Geld anderweitig aus. Ein halbwegs junger Mittelklassewagen kostet mindestens 500 Euro im Monat – das sind immerhin 6000 Euro im Jahr. Ein Wagen mit Hui-Effekt ist deutlich teurer. Umgerechnet in Fernreisen sind da zwei schöne Expeditionen drin. Umgerechnet in die Leitwährung Wohnung machen 500 Euro den Unterschied zwischen einer Top-Wohnung in einem In-Viertel oder einem schmucklosen 60er-Jahre Bau irgendwo in der Peripherie aus.

Hinzu kommt: In unser Firma wäre das Auto ein purer Luxus und kein Fortbewegungsmittel. Denn schneller als mit Bus, Bahn oder Fahrrad würde man das Büro mit dem Auto nicht erreichen. Ganz im Gegenteil. Im Umkreis von sieben Kilometer braucht das Auto im Berufsverkehr deutlich länger. Außerdem müsste man einen Parkplatz in der Nähe des Arbeitsplatzes mieten. Laternenparker bekommen in der Umgebung täglich ein Knöllchen. Kosten des Parkplatzes etwa 70 Euro. Will man zu Hause in Ottensen oder Hoheluft stressfrei parken, gilt das gleiche: Auch dort benötigt man einen eigenen Parkplatz, wenn man nicht abends 20 Minuten ums Karree fahren will – das wären dann schon zwei Mal 70 Euro. Länger im Stau stehen und diese Kosten tragen – das macht keinen Sinn.

Das Auto – dann vielleicht auch ein günstiges Exemplar – aber wochentags stehen zu lassen, damit man am Wochenende mal an die Nordsee fährt, rechnet sich auch nicht. Da ist ein Mietwagen immer billiger. Den Rest des Eintrags lesen. »

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Bürger messen Feinstaub jetzt selbst

Home – Hamburg – Harburg –  07.09.2017

WILHELMSBURG

Bürger messen Feinstaub jetzt selbst

Von Thomas Sulzyc

Die Teilnehmer des Workshops basteln im Bürgerhaus Wilhelmsburg ihre eigenen Feinstaub-Messgeräte

Bürger messen Feinstaub jetzt selbst – Hamburg Harburg – Hamburger Abendblatt(10)

Foto: Thomas Sulzyc

Eine Initiative in Wilhelmsburg greift einen bundesweiten Trend auf und will im Hamburger Süden selbst gebaute Luftverschmutzungs-Detektoren aufstellen.

Wilhelmsburg.  In einem kleinen Raum im Bürgerhaus Wilhelmsburg mit geöffneten Fenster zur viel befahrenen Mengestraße sitzen sieben Männer und drei Frauen an Tischen und stecken Kabel in winzige Öffnungen an kleinen technischen Bauteilen.

Am Kopf des Tisches hat der auf den Elbinseln bekannte Verkehrsaktivist Jochen Klein vor einem Laptop Platz genommen und hält ein kaum handflächengroßes Gehäuse zwischen den Fingern: „Das ist der Feinstaubsensor“, sagt er, „man muss nicht programmieren können und nicht die heißen Enden eines Lötkolbens kennen, um ein Messgerät zu bauen.“

Spätestens seit sich die deutsche Automobilindustrie wegen manipulierter Abgaswerte öffentlich rechtfertigen muss, hat es die Schadstoffbelastung der Luft zu einem der heißesten Nachrichtenthemen gebracht. Immer mehr Menschen wollen wissen, wie belastet die Luft in ihrer Stadt und Nachbarschaft ist. Die Initiative Engagierte Wilhelmsburger, aktionsreicher Partner im Bündnis Verkehrswende Hamburg, bietet deshalb Workshops an, Geräte zum Messen der Feinstaub-Belastung selbst zu basteln.

Barbara Siebenkotten zeigt ihren selbst gebastelten Dreck-Sensor

Foto: Thomas Sulzyc

Vertrauen in staatliche Umweltdaten geht verloren

Die Premiere am vergangenen Dienstagabend in Wilhelmsburg war mit zehn Teilnehmern blitzschnell ausgebucht. Den Grund dafür sieht Jochen Klein in einem massiven Vertrauensverlust, der rund um die deutsche Automobilindustrie und deren politisch verantwortliche Stellen entstanden sei.

„Eine soziale Bewegung entsteht, die sich nicht auf die staatlichen Stellen verlässt, sondern selbst Umweltdaten misst und diese via Online-Karten und Realzeitgrafiken öffentlich zur Verfügung stellt“, sagt Workshopleiter Jochen Klein. Neben den Engagierten Wilhelmsburgern bietet noch „Code für Hamburg“, eine Gruppe ehrenamtlicher Programmierer, in der Freien und Hansestadt Kurse an, den eigenen Drecksensor zu basteln.

 

Die Hamburger Initiativen gehen auf das Projekt „Luftdaten.info“ des OK Labs Stuttgart zurück. Nirgendwo in Deutschland ist die Feinstaubbelastung höher als in der baden-württembergischen Hauptstadt. Das OK Lab verfolgt das Ziel, ein Netz aus selbstgebastelten Feinstaubsensoren aufzubauen, deren Daten im Internet abrufbar sind. „OK“ steht für Open Knowledge, das bedeutet offenes Wissen.

Open Data nennt sich das, wenn Messergebnisse für jedermann jederzeit zugänglich sind. Es ist ein wesentliches Merkmal der sozialen Bewegung. Auch die Wilhelmsburger werden ihre Messstationen an das Netz der Stuttgarter anschließen. Sogar Gleichgesinnte in Frankreich, Großbritannien oder Spanien beteiligen sich.

Jeder kann sich sein eigenes Feinstaub-Messgerät leisten. 40 Euro kostet der Bausatz – Importkosten inklusive. Neben dem Feinstaubsensor besteht er noch aus einem kleinen Prozessor mit WLAN-Chip und zwei Plastikröhren als Wetterschutz. Jochen Klein bestellt die Bauteile besonders günstig auf einer chinesischen Homepage. Drei Wochen beträgt die Lieferzeit.

Die Engagierten Wilhelmsburger machen keinen Hehl daraus, dass eine 40 Euro teure Messstation nicht die gleiche Genauigkeit liefert wie eine geeichte, staatliche für etwa 20.000 Euro. „Wenn die Grenzwerte lustig überschritten sind, macht es nichts, wenn die Messergebnisse um zehn Prozent abweichen“, sagt Jochen Klein.

Es gehe vor allem darum, Menschen dazu zu bewegen, sich kritisch mit ihren Lebens- und Umweltbedingungen zu befassen. „Wir wollen ein politisches Signal setzen und die Ergebnisse der staatlichen Messergebnisse dort überprüfen, wo wir wohnen“, sagt die Workshopteilnehmerin Barbara Siebenkotten.

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung habe die Materialprüfungsanstalt der Universität Stuttgart der kostengünstigen Sensortechnik des Ok Lab eine überraschend geringe Abweichung zu ihrem geeichten Gerät bescheinigt. Experten gestehen dem Projekt eine Schwarmintelligenz zu: „Je mehr Messpunkte wir haben, desto geringer werden die Abweichungen und desto genauer die Ergebnisse“, erklärt Dirk Holm.

Das Basteln sei nicht schwer. „Ein bisschen wie Ikea: Steckst du noch oder bist du schon“, sagt Barbara Siebenkotten und lacht. Wer Internetaffin ist, hat es beim Anmelden leichter. Der Schwierigkeitsgrad dürfte mit dem Anschließen eines WLAN-Routers oder Fernsehers vergleichbar sein. Einen zweiten Workshop bieten die Engagierten Wilhelmsburger am 26. September an – nur noch vier Plätze sind frei.

Das Eigenbauer-Netzwerk

Das OK Lab Stuttgart ist Teil des Programms Code for Germany der Open Knowledge Foundation Germany. Ziel des Programms ist es, Entwicklungen im Bereich Transparenz, Open Data und Citizen Science zu fördern.

Regionale Gruppen, bestehend aus Designern, Entwicklerinnen, Journalisten und anderen, treffen sich regelmäßig in Labs. Sie entwickeln Apps, ie informieren und die Arbeit von Verwaltungen und Behörden transparenter machen.

luftdaten.info Die Landkarte auf der Homepage des Projekts zeigt die Sensoren, die mit Farben von grün über orange bis violett die örtliche Feinstaub-Belastung in Echtzeit signalisieren.

Engagierte Wilhelmsburger Die Initiative ist Partner im Bündnis für Verkehrswende Hamburg, das den Bau der A26-Ost verhindern will. Kontakt per Email: info@die-engagierten-wilhelmsburger.de

© Hamburger Abendblatt 2017 – Alle Rechte vorbehalten.

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An vielen Harburger Straßen herrscht dicke Luft

Harburg
  • Nachrichten                                                                                                                                                           13.03.17

Harburg.  Hamburg gehört zu den Regionen Deutschlands, die bei der EU-Kommission wegen chronisch erhöhten Luftschadstoffwerten vor allem beim Stickoxid (NO2) negativ aufgefallen sind und bislang nur unzureichende Gegenmaßnahmen ergriffen haben. Dies treffe auch für Harburg zu, kritisiert die Fraktion Neue Liberale der Bezirksversammlung. Sie fragt die Hamburger Umweltbehörde nach aktuellen Daten zur Belastungssituation an stark befahrenen Straßen des Bezirks.

Stickoxide und auch Feinstaub werden zu einem Großteil vom Straßenverkehr verursacht. Im Bezirk Harburg gibt es keine amtlich Luftmessstation an stark befahrenen Straßen. Die einzig existierende Station in Neugraben-Fischbek liegt im Grünen und dient der Erfassung der Hintergrund-Belastung, also der Schadstoffsituation an einem möglichst unbelasteten Standort. Entsprechend sind die dort erhobenen Werte im doppelten Sinne alle im grünen Bereich.

Ein Gutachten aus dem Jahr 2010, so argumentieren die Neuen Liberalen, habe aber gezeigt, dass der EU-Grenzwert für die NO2-Belastung mancherorts überschritten wurde: Am Alten Postweg, der Buxtehuder und Stader Straße, am Krummholzberg und an der Schwarzenbergstraße. An anderen Straßen sei der Grenzwert nur knapp eingehalten worden. Den Rest des Eintrags lesen. »

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Smog in China

Gewaltige Smog-Glocke

„Airpocalypse“ in China sprengt Messwerte

20.12.2016, 10:03 Uhr | dpa

Seit Tagen müssen Millionen Chinesen unter einer gewaltigen Smog-Glocke leben. Eine schnelle Besserung der Lage ist nicht in Sicht.

Trotz Fahrverboten und Fabrikschließungen hat sich der gefährliche Smog im Norden Chinas weiter ausgebreitet. 460 Millionen Menschen in sechs Provinzen waren am Dienstag „stark verschmutzter“ oder „gefährlicher“ Luft ausgeliefert, teilte die Umweltorganisation Greenpeace mit. Demnach sei die Smog-Glocke, die sich seit vergangenem Freitag über Peking und vielen anderen Städten ausbreitet, die bisher schlimmste in diesem Jahr.

Warnstufe „Rot“

Der ausgerufene Smog-Alarm der höchsten Warnstufe „Rot“ verdeutliche zwar, dass die Regierung die Verschmutzung ernst nehme. Die erneute „Airpocalypse“ zeige aber auch, dass China den Verbrauch von Kohle schneller zurückfahren und den Umbau der Wirtschaft entschlossener vorantreiben müsse, sagte Greenpeace-Klimaexperte Dong Liansai.

Bau-Boom und dreckige Kohle

Derzeit passiere das Gegenteil: Peking hat der Luftverschmutzung in den Großstädten zwar den Kampf angesagt. Auch soll die Wirtschaft des Landes von ihrer dreckigen Schwerindustrie befreit und dafür auf mehr Technologie und Innovation gesetzt werden. Fortschritte, die bis Mitte diesen Jahres erzielt wurden, seien jedoch wieder zum Erliegen gekommen, so Greenpeace. Staatliche Stimulus-Programme für die Wirtschaft hätten einen Bau-Boom ausgelöst, weshalb die Stahl- und Kohlenproduktion nun wieder auf Hochtouren laufe.

Dreckige Kohle, mit denen in den Wintermonaten im Norden Chinas geheizt wird, trägt zusätzlich zur schlechten Luftqualität bei.

Das Achtzehnfache des Grenzwertes der WHO

Wegen der extremen Luftverschmutzung hatten Peking und über 20 andere Städte in der Region am Freitag die höchste Smog Alarmstufe ausgerufen, die Fahrverbote, Fabrik- und Schulschließungen zur Folge hatte. Laut Pekings Umweltbehörde haben die Maßnahmen dazu beigetragen, dass die Luftqualität nicht noch schlechter ist. Dennoch ergaben Messungen für gefährlichen Feinstaub (PM2,5) in Peking am Dienstag Werte von über 450 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft – das Achtzehnfache des Grenzwertes der Weltgesundheitsorganisation (WHO). 

In einigen Städten erreichte die Konzentration von Feinstaub, der über die Lunge ins Blut gelangen und Krebs verursachen kann, solche Ausmaße, dass sie auf Chinas offizieller Skala für Luftqualität nicht mehr erfasst werden konnte. Laut Vorhersagen dürfte sich die Luftqualität in Peking ab Mittwochabend durch kalten Nordwind kurzzeitig bessern. Schon bald darauf sollen aber weitere Smog-Wellen folgen.

http://www.t-online.de/wetter/wetter-aktuell/smog-in-china-airpocalypse-sprengt-messwerte/79873580

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Feinstaub

swr.de

Erster Feinstaubalarm in Stuttgart:

Die Skepsis ist groß | Baden-Württemberg | Nachrichten

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Feinstaub gibt es auch in Hamburg (Foto: Engagierte Wilhelmsburger  17.01.2016)

Tausende Pendler sollen ab Montag in Stuttgart ihr Auto stehen lassen. Es gilt erstmals Feinstaubalarm. Die Skepis, dass der Appell zum freiwilligen Verzicht aufs Auto funktioniert, ist groß.

Von Mitternacht an sind die Verkehrsteilnehmer aufgefordert, mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt zu fahren oder Fahrgemeinschaften zu bilden. Bereits ab Sonntagabend sollten die Stuttgarter auch auf ihre sogenannten Komfort-Kamine verzichten, die nur zusätzliche Wärmequelle sind. Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) hatte am Samstag an die Bürger appelliert, ihr Auto an den Alarmtagen möglichst stehen zu lassen. Fahrverbote gibt es aber nicht.

„Reine Scheinveranstaltung“

Genau das ruft die Skeptiker auf den Plan. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) etwa hält wenig von einer Freiwilligkeit. Sie forderte Fahrverbote, ebenso der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Die Bürgerinitiative „Neckartor“ geht noch weiter. Für sie ist der Feinstaubalarm „eine reine Scheinveranstaltung“. So lange das Ganze ohne Konsequenzen für die Autofahrer bleibe, sei es im Grunde ein „absurdes Schauspiel“, so Peter Erben von der Initiative. Die Anlieger der Kreuzung nahe dem Stuttgarter Stadtzentrum haben seit Jahren mit den bundesweit höchsten Feinstaub- und Stickoxidwerten zu kämpfen.

Per Klage Fahrverbot erreichen

Die DUH hat zudem eine Klage gegen Stuttgart aber auch andere Städte angestrengt, um diese zu konkreten Schritten gegen die Luftverschmutzung zu zwingen. Sie wirft der Stadt auch vor, sie berücksichtige hier die Interessen der Autohersteller Porsche und Daimler.

Zulässiger Wert wird regelmäßig überschritten

Zum ersten Mal hat die Landeshauptstadt den Feinstaubalarm ausgelöst. Stuttgart setzt als erste deutsche Großstadt auf diesen Weg, um gegen die hohe Schadstoffbelastung vorzugehen. Denn nirgends sonst gilt die Luft als so stark belastet. Seit Jahren ringen Stadt und Land um Lösungen zur Verringerung der Luftverschmutzung. Auch die EU macht Druck. Denn der zulässige EU-Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft wird in Stuttgart regelmäßig überschritten. Vor allem die Kessellage sorgt dafür, dass bei einer bestimmten Wetterlage der Luftaustausch problematisch ist.

Dauer von zunächst 24 Stunden

Der Feinstaubalarm gilt zunächst für 24 Stunden. Auf Hinweistafeln an Straßen, auf Brückenbannern und über Verkehrsmeldungen im Radio wird die Bevölkerung über den Feinstaubalarm informiert. Der Feinstaubalarm soll mindestens an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gelten. Sollte sich die Wetterlage nicht verändern, wird er bei Bedarf um weitere 24 Stunden verlängert.

Stand: 17.1.2016, 16.21 Uhr

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Aktivisten demonstrieren gegen Kohlekraftwerk

abendblatt.de

 Johanning

06.12.15

fahrraddemo-moorburg-008-bf50f879-7664-402d-8430-7b000202153e Foto: JOTO

Am Samstagnachmittag demonstrierten etwa 100 Personen gegen das Kohlekraftwerk in Moorburg. Die Demonstrationsteilnehmer fuhren vom S-Bahnhof Wilhelmsburg mit dem Fahrrad bis zu dem vor kurzem eröffneten Kohlekraftwerk. Dort hielten sie ein Open-Mic ab. +++ Vertrag Tobias Johanning +++ Foto: JOTO

„Wir sind die letzte Generation, die den Klimawandel stoppen kann.“ Viele Teilnehmer sehen auch die Klimakonferenz in Paris skeptisch

Moorburg.  Bei frischem Wind fuhren am Sonnabendnachmittag etwa 100 Radfahrer zum Kraftwerk Moorburg , um gegen das Kohlekraftwerk zu demonstrieren. Die Demonstranten sehen in dem erst kürzlich offiziell eingeweihtem Kraftwerk „Norddeutschlands größte CO .

Die Fahrraddemonstration startete am S-Bahnhof Wilhelmsburg. Mit Polizeibegleitung ging es innerhalb einer dreiviertel Stunde zügig zum Kraftwerk . Dort tauschten sich die Aktivisten über ein offenes Mikrofon über das Kohlekraftwerk und die zurzeit in Paris stattfindende Klimakonferenz aus. Außerdem diskutierten die Demonstranten darüber, wie sie den Betreiber Vat­tenfall effektiv blockieren könnten.

Erhard Buschmann von der Gruppe Gegenstrom erklärte dabei: „Pro Jahr stößt das Kraft­werk im durchschnittlichen Be­trieb 8,7 Mio. Tonnen CO2 aus. Das sind ein Drittel der gesamten Treibh­ausgase Hamburgs.“ Große Mengen gesundheitsgefährden­der Schadstoffe würden insbesondere auf die Stadttei­le Wilhelmsburg, Veddel, Rothenburgsort und Billstedt zukommen.

Die Fahrraddemonstration wurde von Gegenstrom Hamburg organisiert. Sie setzt sich seit 2008 gegen das Kraftwerk ein. Vor sieben Jahren war es im Rahmen eines sogenannten Klimacamps bereits 40 Aktivisten der Kampagne gelungen, mit einer Überraschungsaktion den Bauplatz und einen Kran auf der Vattenfall-Baustelle kurzzeitig zu besetzen. Dann räumte die Polizei das Gelände. Seitdem reihen sich größere und kleinere Protestaktionen aneinander.

„Es führt kein Weg an einem Kohleausstieg vorbei“, sagt Buschmann. Ansonsten würde es keine Möglichkeit geben, den Klimawandel zu stoppen. „Wir sind die letzte Generation, die den Klimawandel stoppen kann.“ Viele Teilnehmer der Demonstration sehen deshalb auch die Klimakonferenz in Paris skeptisch. Jennifer Havemann von Gegenstrom: „Die Logik der unendlichen Ausbeutung von Rohstoffen auf ei­nem endlichen Planeten muss gestoppt werden. Genau das steht nicht auf der Agenda der Welt­klimakonferenz.“ Seit der ersten Weltklimakonferenz sei der CO2-Wert auf der Welt um 60 Prozent angestiegen. Daran würde man die Nachhaltigkeit der Konferenzen sehen, kritisieren die Umweltaktivisten.

„Was angestellt wird, kann auch wieder abgestellt werden“, erklärt Erhard Buschmann zum Abschluss des offenen Mikrofons vor dem Kohlekraftwerk Moorburg.

(tjo)

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Stromerzeugung aus Kohle in Hamburg verdoppelt

abendblatt.de

Stromerzeugung aus Kohle in Hamburg verdoppelt

Hamburger Abendblatt – Hamburg

26.11.15

Moorburg

Durch den Beginn des Probebetriebs im Kraftwerk Moorburg erhöhte sich die Stromproduktion in Hamburg um 74 Prozent.

Hamburg. In Hamburg hat sich 2014 die Stromerzeugung aus Kohle im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Dies gab das Statistikamt Nord am Donnerstag bekannt.

Die Verdopplung ist durch die Inbetriebnahme des Kohlekraftwerks in Moorburg zu erklären, das Ende Februar 2014 mit einem Probebetrieb ans Netz ging. Die Menge des so erzeugten Stroms stieg auf 2,8 Millionen Megawattstunden 2014, so das Statistikamt Nord. Die Stromerzeugung aus Kohle wird auch zukünftig einen hohen Stellenwert in Hamburg haben. Erst vor einer Woche wurde das Kraftwerk in Moorburg durch Olaf Scholz offiziell in Betrieb genommen .

In Hamburg wird gut 84 Prozent des Stroms aus fossilen Energieträgern, wie Kohle (68,8 Prozent), Mineralöle (0,4 Prozent) und Gase (14,9 Prozent) erzeugt. Strom aus erneuerbaren Energien machen 12,2 Prozent aus. Dabei wird der meiste Strom aus Biomasse (4,0 Prozent) und Windkraft (2,1 Prozent) erzeugt.

Insgesamt wurde 2014 in Hamburg vier Millionen Megawattstunden Strom erzeugt. Laut Statistikamt Nord ist die Stromerzeugung damit um 73,6 Prozent zu 2013 gestiegen.

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„Saubere Luft in Deutschland“

Pressemitteilung
19.11.2015, 09:05 Uhr
Dieselabgase: Deutsche Umwelthilfe startet bisher größte Klagewelle für „Saubere Luft in Deutschland“

Aus für Dieselstinker: DUH setzt in elf Großstädten Fahrverbote für schmutzige Dieselfahrzeuge auf dem Klageweg durch – Besonderer Fokus liegt auf dem Ausbau eines „sauberen“ ÖPNV – Schmutzige ÖPNV-Diesel-Busse müssen kurzfristig ersetzt oder nachgerüstet werden – In München, Darmstadt und Wiesbaden leitet die DUH Zwangsvollstreckungsverfahren ein

abgas

In vielen deutschen Städten werden die EU-Grenzwerte für Stickstoffdioxid nach wie vor überschritten. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat mit Unterstützung der britischen Nichtregierungsorganisation ClientEarth deshalb heute (19.11.2015) Klage gegen mehrere für die Luftreinhalteplanung zuständige Bundesländer eingereicht. Betroffen sind die Städte Köln, Bonn, Aachen, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Frankfurt am Main und Stuttgart. Die DUH will die Bundesländer damit verpflichten, ihre Luftreinhaltepläne zu ändern. Ziel muss sein, dass diese alle geeigneten Maßnahmen enthalten, um den seit vielen Jahren geltenden Grenzwert so schnell wie möglich einzuhalten.

Die DUH hat außerdem gegen das bayerische und das hessische Umweltministerium Zwangsvollstreckungsmaßnahmen wegen der Grenzwertüberschreitungen in München, Darmstadt und Wiesbaden beantragt. Dort sind bereits rechtskräftige Urteile ergangen, die nicht eingehalten werden. Die DUH beantragt nun die Androhung von Zwangsgeldern gegenüber den beiden zuständigen Landesministerien wegen Nichtumsetzung der Urteile. Das Gesetz sieht ein maximales Zwangsgeld von 10.000 Euro vor; dieses kann wiederholt und auch pro Tag festgesetzt werden.

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