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Nolympia-Bewegung in Hamburg: Olympia-Gegner geben Bürger-Referendum nicht verloren | shz.de

Markus Lorenz

Hamburg | Die Olympia-Gegner in Hamburg geben den Kampf um das Bürger-Referendum noch nicht verloren. „Die Olympia-Begeisterung in der Bevölkerung bröckelt“, sieht Michael Rothschuh, Sprecher der NOlympia-Bewegung, gute Chancen, die Bürgerabstimmung am 29. November zu gewinnen. „Es ist schon auffällig, dass seit der DOSB-Befragung im März keine Umfragen mehr veröffentlicht wurden“, sagte Rothschuh am Mittwoch vor der Presse. Vor fünf Monaten hatten sich 64 Prozent der Hamburger bei der Befragung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für eine Bewerbung der Stadt um Sommerspiele 2024 oder 2028 ausgesprochen und damit dem nationalen Konkurrenten Berlin (55 Prozent) das Nachsehen gegeben.

Die gefühlte Stimmung in der Hansestadt ist indes weiterhin eher olympiafreundlich. Drei Monate vor dem entscheidenden Referendum wollen die Olympia-Skeptiker ihre Bemühungen daher nun verstärken. „Der Senat liefert bisher nur schöne Bilder und Propaganda, wir setzen seriöse Informationen dagegen“, so Rothschuh. Dazu gehören laut NOlympia-Co-Sprecher Florian Kasiske vor allem der Hinweis auf die „enormen Kostenrisiken“ einer Gastgeberschaft für das größte Sport – und Medienspektakel der Welt. Kasiske: „Problematisch ist vor allem die vom IOC verlangte gesamtschuldnerische Haftung durch die Stadt.“ Die Olympia-Gegner erwarten Belastungen in mehrfacher Milliardenhöhe für die Steuerzahler der Stadt. Kasiske verwies auf jüngste kritische Anmerkungen des Hamburger Rechnungshofs zu den finanziellen Unwägbarkeiten. Der Senat will im September erstmals eine grobe Kostenschätzung vorlegen. Schon vor deren Veröffentlichung verlangt Kasiske: „Hamburg muss dem Vorbild des Bostoner Bürgermeisters folgen und sich wegen unkalkulierbarer Risiken gegen eine Bewerbung entscheiden.“

An einen Olympia-Zuschlag 2024 glauben die Kritiker ohnehin nicht. Wegen des engen Zeitrahmens seit es für Hamburg völlig unrealistisch, den als Olympic City vorgesehenen Kleinen Grasbrook von Hafenfirmen zu räumen und dort die wichtigsten Sportstätten zu errichten, sagte Rothschuh. „Die Bewerbung für 2024 ist nur als Probelauf für 2028 gedacht. So kann man die Hamburger nicht hinters Licht führen.“

Laut NOlympia macht der Senat in Wahrheit nur deshalb Druck, um eine privatwirtschaftliche Nutzung der Elbinsel vorzubereiten. Ohnehin stünden bei Bewerbung und Austragung der Spiele Investoreninteressen im Vordergrund, beklagte Co-Sprecherin Nicole Vrenegor. „Das zeigt sich vor allem in der Person des Olympia-Botschafters Alexander Otto als Chef des Immobilienkonzerns ECE.“

An Diskussionen und Runden Tischen mit Otto und anderen Repräsentanten der Wirtschaft wollen Vrenegor und ihre Mitstreiter daher nicht teilnehmen. Ansonsten aber sucht die Anti-Bewegung in den kommenden Wochen den Weg in die Öffentlichkeit. So steht das traditionelle Schanzenfest am 6. September unter dem Motto „NOlympia“. Die Zahl der aktiven Olympia-Gegner schätzte das Trio gestern auf etwa 500.

Es ist eine etwas kuriose Spätfolge des Ersten Weltkriegs und als solche wohl selbst den wenigsten Hamburgern bewusst. Im Zuge der Olympiabewerbung rückt die weltgeschichtliche Fußnote namens Moldauhafen nun doch in den Mittelpunkt des Interesses. Denn das Hafenbecken nördlich des als Olympic City vorgesehenen Kleinen Grasbrooks „gehört“ zu Tschechien. Die Prager Republik hat nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages Anspruch auf die Nutzung des Moldauhafens für ihren seewärtigen Im- und Export. Der betreffende Pachtvertrag läuft noch bis 2028 und ist damit den geplanten Sommerspielen 2024 im Wege. Die 30.000 Quadratmeter große Exklave liegt inmitten des geplanten Olympia-Zentrums. Das Hafenbecken soll nach bisherigen Überlegungen zu einer Art Gracht werden, am Ufer könnte das Olympia-Schwimmstadion entstehen.

In der kommenden Woche kommt der tschechische Verkehrsminister Dan Tok an die Elbe, um mit Vertretern des Senats und des Hafenbehörde HPA die Zukunft der Immobilie zu beraten. Hamburg möchte erreichen, dass Prag auf seine Rechte am Moldauhafen verzichtet. Die Signale dazu seien positiv, heißt es aus dem Rathaus.

Das Thema genießt hohe Priorität für die Landesregierung, Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) werden persönlich mit Tok sprechen. Zu Einzelheiten einer möglichen Lösung will sich die Wirtschaftsbehörde vorab nicht äußern. Als sicher gilt jedoch, dass die HPA den Tschechen einen anderen Platz im Hafen anbietet.

Als Ergebnis des Versailler Vertrages von 1919 musste Hamburg den Moldauhafen 1929 für 99 Jahre an die Tschechoslowakei verpachten. Das Binnenland sicherte sich damit über die Elbe einen direkten Zugang zu den Weltmeeren. Seit Erlöschen des Versailler Vertrages nach dem Zweiten Weltkrieg besteht die Vereinbarung als privatrechtlicher Vertrag fort. In den vergangenen Jahren war der Umschlag im Moldauhafen allerdings stark rückläufig, weshalb sich die tschechische Regierung dem Hamburger Wunsch nach Abtretung der Nutzungsrechte kaum ernsthaft widersetzen dürfte.

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Handelskammer Hamburg

hamburgsofort.de

MITGLIEDERUMFRAGE – 69 Prozent der Hamburger Wirtschaft will Olympische Sommerspiele in Hamburg

Handelskammer Hamburg

Hamburg, 6. August 2015 – 69 Prozent der Mitgliedsunternehmen der Handelskammer befürworten eine Bewerbung Hamburgs als Ausrichter der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele.

Die breiteste Zustimmung kommt dabei mit 85 Prozent von den ins Handelsregister eingetragenen Unternehmen ab 20 Mitarbeitern; von den HR-Unternehmen bis 20 Mitarbeitern sind 71 Prozent pro Olympia, von den Kleingewerbetreibenden sind es 66 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Telefonbefragung des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag der Handelskammer unter ihren Mitgliedern. „Die Hamburger Wirtschaft hat mit starker Mehrheit pro Olympia votiert. Jetzt müssen die Planungen weiter konkretisiert werden, damit sich auch die Hamburger Bevölkerung Ende November ähnlich mehrheitlich hinter die Bewerbung stellt“, sagte Handelskammer-Präses Fritz Horst Melsheimer.

Im Auftrag der Handelskammer wurden die 1.508 repräsentativ ausgewählten Firmen außerdem danach gefragt, was ihnen bei einer Bewerbung besonders wichtig sei. Hier nannten 33 Prozent der Befürworter, dass Hamburg durch Olympia an Attraktivität gewinnt, und 26 Prozent, dass Nachhaltigkeit bei den olympischen Investitionen und Bauten ganz oben stehen muss. 28 Prozent der befragten Handelskammer-Mitglieder lehnen eine Bewerbung Hamburgs ab. 44 Prozent der Kritiker sehen vor allem die eventuellen finanziellen Belastungen mit Sorge.

Der Befragung war ein Beschluss des Plenums der Handelskammer vom Dezember 2014 vorausgegangen, wonach vor einer endgültigen Positionierung zum Thema Olympia eine Mitgliederumfrage durchzuführen sei. Eine Beschlussfassung erfolgt im September-Plenum.

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Auswirkungen der Olympiaplanung auf Wilhelmsburg

Wirkung auf Wilhelmsburg Flyer

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Auswirkungen der Olympiaplanung auf Wilhelmsburg
Einige Auswirkungen bereits in der Planungs- und Bauphase sind auf der Karte dargestellt.
Sie sind teilweise bereits in dem unmittelbar nach der Olympiabewerbung des Senats
erstellten Rahmenkonzept des Senats für Wilhelmsburg vom 30.9.2014 („Zukunftsbild 2013+)
vorgesehen.


Harburger Chaussee

Derzeit führt ein großer Teil des Schwerlastverkehrs von und zum Hafen über die
Haupthafenroute durch den Norden der Veddel und den Veddeler Damm (parallel zur
Hafenbahn auf dem Kleinen Grasbrook).
Diese Route wird bereits durch den Verkehr zum Abriss der jetzigen Hafenanlagen und danach
den Bau- und Olympiaverkehr so belastet, dass noch mehr Schwerlastverkehr als jetzt vor
allem auf die Harburger Chaussee und den Reiherstieg Hauptdeich ausweichen wird.
Im „Zukunftsbild 2013+“ ist bereits festgelegt, dass an der Harburger Chaussee keine
Wohnungen mit Blick auf Hamburg entstehen, sondern mehrstöckige „Gewerberiegel“ mit
zusätzlichen Straßen durch die jetzigen Wäldchen.


Hafenquerspange

Der SPD-Grünen-Senat will Hafenquerspange durch Wilhelmsburg, Kirchdorf und mit einem
Autobahndreieck direkt neben Kirchdorf-Süd mit Hilfe der Olympiabewerbung durchsetzen.
Am 20.7.2015 hat der Bundesverkehrsminister hat die Hafenquerspange auf die Liste von elf
ÖPP-Projekten gesetzt, die mit Investorenmitteln vorfinanziert werden, deren Gewinne vom
Staat garantiert werden.


Hauland

Am Hauland sollten auf den jetzigen Weideflächen bis zu 850 Wohnungen entstehen. Im
„Zukunftsbild 2013“ ist dort wegen der Hafenfirmen am Reiherstieg und der Hafenbahn
Gewerbe vorgesehen. Die Hafenfirmen sollen in Bezug auf Lärm, Schadstoffe und Gefahrgut
nicht eingeschränkt werden. Interesse hat die Holstenbrauerei, in Frage kommen aber auch
Betriebe, die wegen Olympia aus dem Kleinen Grasbrook entfernt werden sollen.


Jaffestraße

Im Bereich Jaffestraße sollten nach Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße 1750-2000
Wohnungen entstehen. Die Vorbereitung für den Wohnungsbau sollte 2017 beginnen. Nach
den Olympia-Planungen sollen jetzt Gebäude für ca. 16.000 Olympia-Medienvertreter in einem
Hochsicherheitsbereich entstehen; möglicherweise würden diese nach 2024 oder 2028 zu
Wohnungen umgebaut werden. Diese müssen aber für die Investoren lukrativ sein.


Schwimmhalle Wilhelmsburg

Die Schwimmhalle soll während Olympia für Wasserball genutzt werden. Dazu ist ein
„temporärer Umbau“ erforderlich: im Süden soll die Wand heraus genommen und ein
zusätzliches Becken sowie Zuschauertribünen gebaut werden. Wie bei den meisten Olympia
Sportstätten werden diese Um- und Anbauten nach den Spielen wieder abgerissen, weil der
dauerhafte Betrieb der Stadt zu teuer ist. Während der langen Umbauzeiten vor und nach den
Spielen haben die Wilhelmsburger_innen keine Schwimmhalle.


Lokals Mitspracherecht

Verkehrsplanung, Mediendorf, Gewerbegebiete – alles geschieht von nun an unter dem
Vorrang von Olympia. Bis zum 29.11.2015 will Hamburg das „Ja“ der Hamburger, dann im
Sommer 2017das „Ja“ des IOC. Danach ist Hamburg durch Verträge mit dem IOC und den
Investoren gebunden. Der Bezirk und die Wilhelmsburger haben kein Mitspracherecht.

Michael Rothschuh, 21.7.2017

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Pläne für grüne Spiele

MOPOhttp://www.mopo.de/politik/plaene-fuer-gruene-spiele-gesamte-innenstadt-soll-bei-olympia-autofrei-sein,5067150,31227560.html

Gesamte Innenstadt soll bei Olympia autofrei sein

Von Renate Pinzke
Die gesamte Innenstadt soll nach den Plänen von Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) während Olympia autofrei sein.

Die gesamte Innenstadt soll nach den Plänen von Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) während Olympia autofrei sein.
 Foto: Gärtner + Christ / Imago

Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) hat am Mittwoch die  ersten Ideen zum  Hamburger Konzept für grüne und nachhaltige olympische Spiele in der HafenCity Universität vorgestellt. Die Überraschung: Die gesamte Innenstadt soll während der Austragung der olympischen Spiele autofrei sein. Der Standort des Olympischen Dorfes, der Kleine Grasbrook, soll auch nach dem Ereignis wenig befahren werden, der Autoanteil darf dann 25% nicht überschreiten.

Umweltsenator Jens Kerstan (49, Grüne) vor seiner Behörde in Wilhelmsburg.

Umweltsenator Jens Kerstan (49, Grüne) vor seiner Behörde in Wilhelmsburg.
 Foto: Patrick Sun

Entwickelt werden die Ideen unter Federführung der Umweltbehörde in Projektgruppe mit Gutachtern und Experten. „Wer sich am Ende gegen Weltstädte durchsetzen will, muss durch Ideen und Einzigartigkeit punkten“, so Umweltsenator Jens Kerstan. Man wolle nicht olympische Spiele für Hamburg machen, sondern für die Welt, so Kerstan weiter.

Dabei spielt auch Nachhaltigkeit für den Senator eine wichtige Rolle. Faire Handelsbedingungen und Umweltfreundlichkeit sollen bei der Anschaffung der Stadionausstattung an oberster Stelle stehen. Als Umwelthauptstadt Europas 2011 müsse Hamburg vorbildlich vorangehen. Bei der Erbauung des Olympischen Dorfs sollen beispielsweise neue Maßstäbe für energieeffizientes Bauen gesetzt werden.

Auch eine Klimataxe für Besucher ist geplant, um die Spiele klimaneutral gestalten zu können. Wie hoch die sein wird, ist noch unklar.

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Infoveranstaltung zu Olympia 2024 im Bürgerhaus

hamburgsofort.de

Infoveranstaltungen zu Olympia 2024
Stadt Hamburg

Wilhelmsburg/Veddel Infoveranstaltungen zu Olympia 2024 Am 29. November 2015 sollen die Hamburger Bürgerinnen und Bürger über die Bewerbung Hamburgs für die Olympischen Spiele im Jahr 2024 abstimmen. Welche Chancen und welche möglichen Veränderungen ergeben sich durch die Planungen für die Elbinseln? Hierzu finden vor Ort zwei Informationsabende statt, in denen die Vertreter der Stadt informieren.

November 2015 sollen die Hamburger Bürgerinnen und Bürger über die Bewerbung Hamburgs für die Olympischen Spiele im Jahr 2024 abstimmen.Welche Chancen und welche möglichen Veränderungen ergeben sich durch die Planungen für die Elbinseln?Hierzu finden vor Ort zwei Informationsabende statt, in denen die Vertreter der Stadt informieren.

Alle Interessierten sind hierzu herzlich eingeladen:

am Dienstag, den 21. Juli 2015, um 19 Uhrins Bürgerhaus Wilhelmsburg (Mengestraße 20) und am Mittwoch, 29. Juli 2015, um 19 Uhr in die Immanuel-Kirche auf der Veddel (Wilhelmsburger Straße 73)

Es nehmen teil:Prof. Jörn Walter, OberbaudirektorAndy Grote, Bezirksamtsleiter Hamburg-MitteBodo Hafke, Dezernent Wirtschaft, Bauen und UmweltMichael Mathe, Amtsleiter Fachamt Stadt- und LandschaftsplanungVertreter der Bewerbergesellschaft Hamburg 2024 (angefragt)

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„Olympische Spiele 2024/2028 – Segen oder Fluch für Wilhelmsburg?“

zukunft-elbinsel.de

 Pegelstand

Termine – Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg e.V.

MA

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Grüne Jugend und Hafenwirtschaft gegen Olympia

Welt

Von Philipp Woldin  welt.de

Grüne Jugend und Hafenwirtschaft gegen Olympia

vor 5 Tagen

Vor allem die mächtige Hafenwirtschaft ist genervt von Senat und wirft Rot-Grün einen „Bruch der Versprechen“ vor. Die Grüne Jugend will sich mit dem Aktionsbündnis NOlympia zusammentun.

Nolympia

Das Lager der Olympiaskeptiker wächst: Nun hat sich auch die Jugendorganisation der Grünen gegen Olympische Spiele in Hamburg ausgesprochen, die Grüne Jugend wirbt deutlich für ein Nein beim Referendum am 29. November – und damit brüskiert der Nachwuchs die eigene Parteispitze. Olympia ist das zentrale Projekt der rot-grünen Koalition, vor allem die grüne Bürgerschaftsfraktion hatte lange um eine einheitliche Position zum Megaprojekt Olympia gerungen.

Mit dem Beschluss positioniert sich der Grünen-Nachwuchs nun klar gegen die eigene Führung. „Wir müssen nicht alles mitmachen, was die Altgrünen uns vorgeben“, sagt Emma Hansen, 15, Sprecherin der Grünen Jugend.

Bündnis mit der Allianz NOlympia

Die Argumente sind nicht neu und beispielhaft für Protest gegen Großprojekte: Verschwendung von Steuergeldern, eine mögliche Gentrifizierung und die Einschränkung der Grundrechte während der Spiele.

Emma Hansen sagt: „Der Stadtteil ‚Olympic-City‘ würde für einen Anstieg der Mieten in Wilhelmsburg und auf der Veddel sorgen. Auch sonst ist Olympia für die Stadtentwicklung eher kontraproduktiv: Was sollen wir mit einem riesigen Stadion mitten in der Stadt?“ Stadtentwicklung und Wohnungsbau müssten auch ohne kostspielige Olympische Spiele möglich sein.

Damit liegt die Grüne Jugend auf einer Argumentationslinie mit den Spielegegnern von NOlympia, die ebenfalls vor einer Explosion der Mieten warnen. Kein Zufall, sagt Hansen: „Wir werden mit NOlympia zusammenarbeiten und bei den nächsten Bürgerplattformen präsent sein.“

Sie findet den Zwist sogar positiv: „Einige Parteimitglieder haben uns beglückwünscht und freuen sich sogar, dass es wieder mehr innerparteiliche Debatte gibt.“ Dass sich eine Jugendorganisation, gerade die Grüne Jugend, in einer wichtigen Frage von der Parteispitze emanzipiert, kommt häufiger vor und dürfte die Position der Spitze kaum verändern.

Hafenwirtschaft: Senat hat Absprachen gebrochen

Bedrohlicher für die Olympiapläne des Senats ist der zunehmende Widerstand der mächtigen Hafenwirtschaft. Der Unternehmensverband Hafen Hamburg (UVHH) hält dem Senat vor, seine Versprechen gebrochen zu haben und sich nicht an Absprachen zu halten.

Der Verband fürchtet, dass mehr Hafenflächen als geplant durch Olympia in Anspruch genommen und Zufahrtswege blockiert werden. Außerdem beklagt der Verband, dass der Kleine Grasbrook auch bebaut werde, wenn Olympia nicht kommt. Das hatte Oberbaudirektor Jörn Walter angedeutet. Das sei ein Bruch der Absprachen, hieß es beim Verband.

In einer Krisensitzung Mitte der Woche im Rathaus soll es ordentlich gekracht haben. Immerhin: Nun soll eine feste Arbeitsgruppe in der Wirtschaftsbehörde installiert werden, in der alle Fragen der Olympiabewerbung, die die Hafenwirtschaft betreffen, diskutiert werden. Das „Abendblatt“ hatte zuerst darüber berichtet.

Die Entscheidung für die Variante der Olympia-City, bei der die Schwimmhalle auf dem nördlichen Teil der Grasbrook liegt, steht dagegen. Am 23. Juni können sich die Bürger auf einer Stadtteilwerkstatt über die neuen Pläne informieren, die Veranstaltung im Cruise-Center beginnt um 19 Uhr.

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Informationsveranstaltung Spiele im Dialog  

Die Behörde für Stadtentwicklung Umwelt und die HafenCity GmbH stellen den aktuellen Planungsstand zur Olympic City auf dem Kleinen Grasbrook vor.

Olympic City Infoveranstaltung

Adresse  Amsinckstraße 70, 20097 Hamburg
Telefon  040 30982060
E-Mail  info@magnushall.de
Datum: 2. Juni 2015  Beginn: 19:00 Uhr

Planung bereits in Gange

Seit Ende April sind insgesamt acht internationale Büros beauftragt, Planungsvarianten für die Bebauung und Erschließung des Kleinen Grasbrooks zu entwickeln. Das betrifft die Zeit möglichke Olympischer Spiele in Hamburg insbesondere aber auch die Nutzung danach. Beauftragt wurden:

  • KCAP Architects&Planners, Rotterdam
  • gmp international, Hamburg
  • Arup, London
  • VOGT Landschaftsarchitekten, Zürich
  • WES GmbH LandschaftsArchitektur, Hamburg
  • Kunst+Herbert Architekten, Hamburg
  • ARGUS, Stadt- und Verkehrsplanung, Hamburg
  • Drees & Sommer Projektmanagement, Hamburg

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Stand der Dinge

Welche Ideen verfolgt werden und wie der gegenwärtige Planungsstand ist, wird bei der Informationsveranstaltung am 2. Juni in der Magnus Hall Hamburg vorgestellt. Eingeladen sind alle interessierten Hamburgerinnen und Hamburger. Auskunft gegen u.a. die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Dr. Dorothee Stapelfeldt und Oberbaudirektor Dr. Jörn Walter.

Vorstellung der Planung für Olympic CitySpiele im Dialog - hamburg.de (5)

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Was käme da auf Wilhelmsburg zu? – Olympia 2024 / 2028

wilhelmsburgonline.de

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Olympia 2024 – Was käme da auf Wilhelmsburg zu?

Olympia Debatte Head (2)Wer ist „Feuer und Flamme für Olympia“? Nur DOSB-Vorstandschef Michael Vesper und Christoph Holstein, Staatsrat derInnenbehörde, hoben am Dienstagabend beim taz-Salon imSchanzenviertel ihre Hand für Spiele in Hamburg. Doch so sehr sie sich auch in der Debatte ins Zeug legten – den Wilhelmsburger Professor MichaelRothschuh von derGegeninitiativeNolympia überzeugten sie nicht. Seiner Kritik stimmten vieleWilhelmsburgerinnen und Wilhelmsburger im Publikum zu: Mit dem Plan, die Olympischen Spiele 2024 nach Hamburg zu holen, gefährde der Senat eine gesunde Stadtentwicklung im Süden der Elbe. Denn große Pläne schmiedet die Stadt nicht nur für den KleinenGrasbrook direkt vor den Deichen Wilhelmsburgs – auch die Insel selbst soll Teil der Spiele werden.Dabei sein ist alles, aber gewinnen ist besser – in diesem Geist macht sich Hamburg an die Bewerbung um die OlympischenundParalympischen Spiele für das Jahr 2024. Der Senat hat sich viel vorgenommen: Ein brandneues Olympia-Stadion soll entstehen, dazu eine Olympia-Halle, eine Olympia-Schwimmhalle und natürlich das Olympische bzw.Paralympische Dorf mit 3.000 neuen Wohnungen – und das alles auf demKleinenGrasbrook, wo heute fast ausschließlich Hafenbetriebe angesiedelt sind. Ein komplett neuer Stadtteil soll dort anlässlich der Spiele entstehen, geplant unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, gebaut nach höchsten ökologischen Standards,barrierefrei und sozial verträglich, auch nach Olympia. Sollte die Stadt das Internationale Olympische Komitee (IOC) damit überzeugen und sich 2017 gegen Konkurrenten wie Boston, Budapest, Paris und Rom durchsetzen, hätteder Senatsieben sieben Jahre Zeit, all das in die Tat umzusetzen.

Wilhelmsburg im Zeichen der fünf Ringe

Die Pläne des Senats für Olympia betreffen Wilhelmsburg direkt: Nicht nur nördlich des Spreehafens, auch auf der Insel selbst sollen olympische Wettkämpfe ausgetragen werden, sollen Athleten trainieren und tausende Journalisten wohnen und arbeiten. Vor allem der Inselpark soll im Zeichen der fünf Ringe stehen: Das neue Schwimmbad sieht der Senat für Wasserball vor, auf einer Kanustrecke sollen die Athleten ihre Slalom-Wettkämpfe halten. Zuerst müsste die Strecke aber noch gebaut werden, ebenso wie ein Freiluftbecken samt Tribünen am Schwimmbad. Im Schulzentrum und den Sportplätzen an der Dratelnstraße sollen Ringkämpfer und Leichtathleten trainieren, Teakwondo-Trainingsstätten stellt sich der Senat im Schulzentrum Tor zur Welt vor. Volleyball- und Sitzvolleyballmannschaften könnten sich laut Konzept in der Basketballhalle der Hamburg Towers am Inselpark auf ihre Spiele vorbereiten. Teil des Hamburger Konzepts ist auch ein olympisches und paralympisches Jugenddorf auf der Elbinsel, wo sich junge Athleten könnten. Wohnen könnten sie im Schulzentrum Tor zur Welt oder in der Stadtteilschule Wilhelmsburg, schlägt der Senat vor.

Auch Journalisten aus aller Welt sollen in Wilhelmsburg eine Wohnstätte finden. Der Senat rechnet laut Konzept mit etwa 16.000 Pressevertretern während der Spiele. Unterkommen sollen sie im Mediendorf, das auf der sogenannten Mittelachse geplant ist, wo heute noch die Wilhelmsburger Reichsstraße entlangführt. Schon der vorherige Hamburger Senat hatte die etwa drei Kilometer lange Fläche zwischen Assmann-Kanal und Jaffe-Davids-Kanal für Wohnungsbau vorgesehen, sobald die Reichsstraße verlegt ist. „Mit der Fertigstellung der Trassenverlegung ist 2019 zu rechnen“, heißt es im Konzept für Olympia. Sollten die Spiele kommen, blieben also noch knappe fünf Jahre Zeit, die Wohnungen für das Mediendorf zu planen und zu bauen. Der Senat geht von 2.500 bis 3.000 Wohneinheiten aus, die nach den Olympischen Spielen für normale Mieter zur Verfügung stehen sollen. „Auch hier wird in der Planung berücksichtigt, dass der Wohnungsbau den Anforderungen einer guten sozialen Mischung gerecht wird“, schreiben die Verfasser des Konzepts. Im taz-Salon erläuterte Staatsrat Christoph Holstein, was der Senat darunter versteht: den vielzitierten Drittelmix aus je einem Drittel gefördertem Wohnraum, herkömmlichen Mietwohnungen und Eigentum.

Hat Olympia nun Vorrang vor den Menschen in der Stadt? So fasste Michael Rothschuh aus Wilhelmsburg die Pläne des Senats auf. Für ihn sind die Olympia-Pläne ein erneutes Zeichen dafür, dass die Stadt es mit dem Sprung über die Elbe und der Entwicklung Wilhelmsburgs gar nicht ernst meint. Es fielen nicht nur 2.000 Wohnungen auf der Mittelachse weg, die IBA und Senat fest für den Wohnungsmarkt vorgesehen hatten – auch am Hauland seien nun 1.000 Wohnungen weniger geplant, um Flächen für Gewerbebetriebe frei zu halten, sagte Michael Rothschuh auf dem taz-Podium. Diese Ersatzflächen werde der Senat im Fall einer Zusage des IOC auch brauchen. Denn auf dem Kleinen Grasbrook müssten etliche Hafenbetriebe weichen, und wohin mit ihnen, sei noch gar nicht klar. „Wir schmeißen einen Stadtteil weg und sagen, wir werden vielleicht irgendwann einen neuen Stadtteil haben, wo jetzt Wasser und Hafenbetriebe sind“, kritisierte der Wilhelmsburger. Den letztendlichen Aufwand und die realen Kosten könne die Stadt gar nicht einschätzen. „Die Gefahren beginnen jetzt“, warnte er.

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Hafen und Olympia

Hamburg für die Elbe

http://www.hamburg-fuer-die-elbe.de/?p=6084

Olympia2Nach wie vor trommeln die Hamburger Medien, wie toll es doch ist, dass der DOSB sich für Hamburg für die Ausrichtung der Olympischen Spiel 2024 ausgesprochen hat. Und der “kleine” Koalitionspartner scheint die Spiele auch ohne Widerstand durchzuwinken. Was aber nach wie vor fehlt, ist der kritische Blick auf den geplanten zentralen Ort: Kleiner Grasbrook.

(N)Olympia und wir haben schon mehrfach darauf hingewiesen, dass die Durchführung der Spiele bedeuten würde, dass ein wesentlicher Teil des Hamburger Hafens verlagert werden muss. Abgesehen von den Kosten stellt sich Interessierten die Frage, was passiert mit den Unternehmen, die im Moment auf dem Kleinen Grasbrook aktiv sind.

Dem versuchte eine schriftliche kleine Anfrage mit dem Titel “Verlagerung der Hafenumschlagsaktivitäten vom O’Swaldkai” mit vier Fragen auf den Grund zu gehen. Die Antwort ist typisch Hamburger Senat: “Das Verlagerungskonzept wird derzeit erstellt. Insoweit sind die Überlegungen hierzu noch nicht abgeschlossen.” Das war’s!

Auch mit Tschechien hat man über den Moldauhafen noch nicht sprechen können. In der Welt ist unter dem Titel “Olympia-Plan verärgert Tschechen” zu lesen, dass Hamburg über den Moldauhafen am geplanten Olympia-Gelände am Kleinen Grasbrook noch kein Gespräch mit der Tschechischen Republik geführt hat.

Aber auch bei einer solchen lapidaren Senatsantwort gehen bei uns die Alarmleuchten an: Wenn derzeit an einem Verlagerungskonzept gearbeitet wird, wer wird in die Planungen einbezogen? Die möglicherweise betroffenen Moorburgerinnen und Moorburger? Der Wasserschierlingsfenchel? Elbanwohnerinnen und Elbanwohner, die weitere Lärm- und Schiffsabgasemissionen ertragen müssen?… Wir werden die Planungen weiterhin aufmerksam verfolgen und darüber berichten.

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