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Harburg statt Mitte

HA

http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article208340337/Drei-Millionen-Euro-landen-in-falschem-Hamburger-Bezirk.html

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Seit 2011 hätten jährlich 500.000 Euro für den Straßenbau in Wilhelmsburg an Mitte fließen sollen.
Doch das Geld landete woanders.

Hamburg. So ein Fehler wird in der Finanzbehörde auch nicht alle Tage gemacht: 500.000 Euro, die eigentlich der Bezirk Mitte pro Jahr für den Straßenbau im Stadtteil Wilhelmsburg erhalten sollte, sind sechs Jahre lang irrtümlich an den Bezirk Harburg überwiesen worden – insgesamt also drei Millionen Euro. Das hat der Senat auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der Linkspartei in der Bürgerschaft eingeräumt. Demnach habe man „einvernehmlich“ mit den beiden betroffenen Bezirken geklärt, dass der Fehler auch nicht nachträglich korrigiert werden soll. Von 2017 an soll die Summe aber wieder nach Mitte fließen.

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„Dass der Senat sechs Jahre lang nicht merkt, wohin er Millionenbeträge überweist, ist schon ein Hammer“, sagte Mehmet Yildiz (Linke), Bürgerschaftsabgeordneter aus dem Wahlkreis Billstedt-Wilhelmsburg-Finkenwerder. „Aber dass er dann nicht mal in der Lage ist, seinen Fehler wieder gut zu machen und sich nicht darum kümmert, dass das Geld in den richtigen Bezirk kommt – da kann man schon von einem Skandal sprechen.“

Senat erklärt Fauxpas mit Bezirkswechsel

Der Senat erklärt den Fauxpas so: Nachdem der Stadtteil Wilhelmsburg 2008 aus dem Bezirk Harburg herausgelöst und Mitte zugeschlagen worden war, habe man von 2009 an die Mittel für „Neu-, Um- und Ausbau sowie Grundinstandsetzung von Straßen“ für Harburg um 500.000 abgesenkt und für Mitte entsprechend erhöht.

Die Summe entspreche etwa fünf Prozent der gesamten „investiven Rahmenzuweisungen“ für den jeweiligen Bezirk – also des Geldes, das der Senat den Bezirken zweckgebunden für Straßenbau-Investition überweist. „Irrtümlich“ sei diese Mittelverschiebung jedoch ab dem Jahr 2011 nicht fortgeschrieben worden, so der Senat. Mit dem Haushalt 2017/18 werde der Fehler korrigiert.

Linke wundert sich über Nachlässigkeit

Politiker der Linkspartei wundern sich vor allem, dass die durchaus erhebliche Lücke im Etat jahrelang niemandem auffiel – zumal der Bezirk die Mitte gut hätte gebrauchen können. In Wilhelmsburg seien die Straßen teils in katastrophalem Zustand, so Manfred Schubert, Stadtteilpolitiker der Linken in auf der Elbinsel.

Er erinnert sich, dass im Sanierungsbeirat ein Kreisverkehr für die Kreuzung Neuenfelder Straße, Algermissenstraße und Krieterstraße beantragt wurde, um unter anderem die illegalen Rennen auf der Neuenfelder Straße zu stoppen: „Dieser Antrag wurde aus Kostengründen abgelehnt. Kein Wunder, wenn das Geld falsch verteilt wird.“

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Hamburg will HVV-Einzeltickets deutlich teurer machen

HVV

Der Hamburger Senat will die Preise für HVV-Einzel- und Tageskarten zum Jahreswechsel überdurchschnittlich stark erhöhen: Plus 3,3 Prozent. Angesichts historisch niedriger Benzinpreise und zurückgehender Fahrgastzahlzuwächse wird gerade für Gelegenheitsfahrer der Umstieg vom Auto auf Busse und Bahnen unattraktiver. Die Begründung für den Preissprung mutet kurios an.

Die vom HVV beantragte Anhebung der Fahrkartenpreise um durchschnittlich 1,9 Prozent zum Jahreswechsel ist so gut wie sicher. Der rot-grüne Senat will dem Antrag zustimmen. Das geht aus einer Senatsmitteilung an die Bürgerschaft hervor, die NahverkehrHAMBURG vorliegt und aus der erstmals alle Preisdetails hervorgehen.

Auffallend ist: Während normale Zeitkarten nur um 1,3 Prozent teurer werden, steigen die Preise für Einzel- und Tageskarten überdurchschnittlich stark um 3,3 Prozent. So werden die Einzelkarten für Nah- und Großbereich sowie die Ganztagskarte im Großbereich um 10 Cent teurer. Die 9-Uhr-Tageskarte für den Großbereich wird um 20 Cent teurer, für den Gesamtbereich sind künftig sogar 50 Cent mehr fällig. Einzige Ausnahme: Die Kurzstreckenkarte. Hier bleibt der Preis unverändert.

Angesichts der historisch niedrigen Benzinpreise und der zuletzt deutlich zurückgegangenen Fahrgastzahlzuwächse dürfte somit gerade für Gelegenheitsfahrer der Umstieg vom Auto auf den Öffentlichen Nahverkehr unattraktiver werden.

Die Begründung für den deutlichen Preissprung klingt kurios: „Der prozentual hoch erscheinende Wert liegt darin begründet, dass zur Erleichterung des Fahrkartenverkaufs aus Automaten und bei den Busfahrern die Preise auf jeweils volle 10 Cent gerundet sind (um als kleinste für die Bezahlung notwendige Münze 10-Cent-Stücke zu ermöglichen)“, heißt es in der Senatsmitteilung. Daraus ergebe sich eine kleinstmögliche Preisanhebung von 10 Cent. “ Der überproportionale Anstieg bei den Einzelkarten kann bei der nächsten Tariferhöhung ausgeglichen werden“, so der Senat.

Insgesamt erwartet der HVV durch die geplante Preisanhebung Mehreinnahmen in Höhe von 13,8 Millionen Euro netto.

Im Gegenzug kündigt der Verkehrsverbund Verbesserungen im neuen Fahrplan an, der Mitte Dezember in Kraft tritt. Demnach soll der Takt der Metrobuslinie M3 zwischen der Trabrennbahn Bahrenfeld in dem Rathaus in den Nebenzeiten von 10 auf 5 Minuten verdichtet werden, die M9 fährt zwischen Tonndorf und Wandsbek Markt künftig neunmal statt bisher sechsmal pro Stunde. Dafür wird allerdings die Zahl der M9-Fahrten zwischen Tonndorf und Großlohe reduziert.

Außerdem werden auf mehreren Stadtbuslinien einzelne Verstärkerfahrten und Fahrplananpassungen vorgenommen. Bei U-Bahn, S-Bahn, AKN und Regionalverkehr sind – abgesehen von punktuellen Anpassungen – keine Angebotsverbesserungen geplant.

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Nolympia

shz.de

Nolympia-Bewegung in Hamburg: Olympia-Gegner geben Bürger-Referendum nicht verloren | shz.de

Markus Lorenz

Hamburg | Die Olympia-Gegner in Hamburg geben den Kampf um das Bürger-Referendum noch nicht verloren. „Die Olympia-Begeisterung in der Bevölkerung bröckelt“, sieht Michael Rothschuh, Sprecher der NOlympia-Bewegung, gute Chancen, die Bürgerabstimmung am 29. November zu gewinnen. „Es ist schon auffällig, dass seit der DOSB-Befragung im März keine Umfragen mehr veröffentlicht wurden“, sagte Rothschuh am Mittwoch vor der Presse. Vor fünf Monaten hatten sich 64 Prozent der Hamburger bei der Befragung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für eine Bewerbung der Stadt um Sommerspiele 2024 oder 2028 ausgesprochen und damit dem nationalen Konkurrenten Berlin (55 Prozent) das Nachsehen gegeben.

Die gefühlte Stimmung in der Hansestadt ist indes weiterhin eher olympiafreundlich. Drei Monate vor dem entscheidenden Referendum wollen die Olympia-Skeptiker ihre Bemühungen daher nun verstärken. „Der Senat liefert bisher nur schöne Bilder und Propaganda, wir setzen seriöse Informationen dagegen“, so Rothschuh. Dazu gehören laut NOlympia-Co-Sprecher Florian Kasiske vor allem der Hinweis auf die „enormen Kostenrisiken“ einer Gastgeberschaft für das größte Sport – und Medienspektakel der Welt. Kasiske: „Problematisch ist vor allem die vom IOC verlangte gesamtschuldnerische Haftung durch die Stadt.“ Die Olympia-Gegner erwarten Belastungen in mehrfacher Milliardenhöhe für die Steuerzahler der Stadt. Kasiske verwies auf jüngste kritische Anmerkungen des Hamburger Rechnungshofs zu den finanziellen Unwägbarkeiten. Der Senat will im September erstmals eine grobe Kostenschätzung vorlegen. Schon vor deren Veröffentlichung verlangt Kasiske: „Hamburg muss dem Vorbild des Bostoner Bürgermeisters folgen und sich wegen unkalkulierbarer Risiken gegen eine Bewerbung entscheiden.“

An einen Olympia-Zuschlag 2024 glauben die Kritiker ohnehin nicht. Wegen des engen Zeitrahmens seit es für Hamburg völlig unrealistisch, den als Olympic City vorgesehenen Kleinen Grasbrook von Hafenfirmen zu räumen und dort die wichtigsten Sportstätten zu errichten, sagte Rothschuh. „Die Bewerbung für 2024 ist nur als Probelauf für 2028 gedacht. So kann man die Hamburger nicht hinters Licht führen.“

Laut NOlympia macht der Senat in Wahrheit nur deshalb Druck, um eine privatwirtschaftliche Nutzung der Elbinsel vorzubereiten. Ohnehin stünden bei Bewerbung und Austragung der Spiele Investoreninteressen im Vordergrund, beklagte Co-Sprecherin Nicole Vrenegor. „Das zeigt sich vor allem in der Person des Olympia-Botschafters Alexander Otto als Chef des Immobilienkonzerns ECE.“

An Diskussionen und Runden Tischen mit Otto und anderen Repräsentanten der Wirtschaft wollen Vrenegor und ihre Mitstreiter daher nicht teilnehmen. Ansonsten aber sucht die Anti-Bewegung in den kommenden Wochen den Weg in die Öffentlichkeit. So steht das traditionelle Schanzenfest am 6. September unter dem Motto „NOlympia“. Die Zahl der aktiven Olympia-Gegner schätzte das Trio gestern auf etwa 500.

Es ist eine etwas kuriose Spätfolge des Ersten Weltkriegs und als solche wohl selbst den wenigsten Hamburgern bewusst. Im Zuge der Olympiabewerbung rückt die weltgeschichtliche Fußnote namens Moldauhafen nun doch in den Mittelpunkt des Interesses. Denn das Hafenbecken nördlich des als Olympic City vorgesehenen Kleinen Grasbrooks „gehört“ zu Tschechien. Die Prager Republik hat nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages Anspruch auf die Nutzung des Moldauhafens für ihren seewärtigen Im- und Export. Der betreffende Pachtvertrag läuft noch bis 2028 und ist damit den geplanten Sommerspielen 2024 im Wege. Die 30.000 Quadratmeter große Exklave liegt inmitten des geplanten Olympia-Zentrums. Das Hafenbecken soll nach bisherigen Überlegungen zu einer Art Gracht werden, am Ufer könnte das Olympia-Schwimmstadion entstehen.

In der kommenden Woche kommt der tschechische Verkehrsminister Dan Tok an die Elbe, um mit Vertretern des Senats und des Hafenbehörde HPA die Zukunft der Immobilie zu beraten. Hamburg möchte erreichen, dass Prag auf seine Rechte am Moldauhafen verzichtet. Die Signale dazu seien positiv, heißt es aus dem Rathaus.

Das Thema genießt hohe Priorität für die Landesregierung, Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) werden persönlich mit Tok sprechen. Zu Einzelheiten einer möglichen Lösung will sich die Wirtschaftsbehörde vorab nicht äußern. Als sicher gilt jedoch, dass die HPA den Tschechen einen anderen Platz im Hafen anbietet.

Als Ergebnis des Versailler Vertrages von 1919 musste Hamburg den Moldauhafen 1929 für 99 Jahre an die Tschechoslowakei verpachten. Das Binnenland sicherte sich damit über die Elbe einen direkten Zugang zu den Weltmeeren. Seit Erlöschen des Versailler Vertrages nach dem Zweiten Weltkrieg besteht die Vereinbarung als privatrechtlicher Vertrag fort. In den vergangenen Jahren war der Umschlag im Moldauhafen allerdings stark rückläufig, weshalb sich die tschechische Regierung dem Hamburger Wunsch nach Abtretung der Nutzungsrechte kaum ernsthaft widersetzen dürfte.

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„Verkehrsprognosemodell“

 

welt.de

 verkehr

Hamburg plant den Verkehr neu

Julia Witte genannt Vedder

Der Name „Verkehrsprognosemodell“ klingt sperrig – und dass das von der Stadt im Juni beauftragte Ingenieurbüro zwei Jahre Zeit für seine Berechnungen brauchen wird, zeigt, wie komplex das Vorhaben ist, das der Senat angestoßen hat: Die Stadt will nicht weniger als den Verkehr der Zukunft planen.

Dazu will die Verkehrsbehörde erstmals ganz detailliert und übergreifend wissen, wie sich die Verkehrsströme in 15 Jahren darstellen werden. Dazu wird die Stadt in rund 940 einzelne Verkehrsgebiete eingeteilt, in denen alle Informationen erfasst werden, die den Verkehr in Hamburg ausmachen, wie Zahl und Lage der Straßen oder Bus- und Schnellbahnhaltestellen. Der Senat hat für das Projekt die Ingenieurgruppe IVV ausgesucht, ein Beratungsunternehmen, das sich auf die Verkehrsentwicklung spezialisiert hat und eng mit dem Institut für Stadtbauwesen der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen zusammen arbeitet.

Die Ingenieurgruppe soll unter anderem Prognosen dazu entwickeln, wie viele Fahrzeuge im Jahr 2030 auf Hamburgs Straßen unterwegs sein werden, wie sich der Verkehr auf Autos und Lastwagen aufteilt und aus welchen Gründen die Fahrzeuge unterwegs sind. Ob es sich zum Beispiel bei Autofahrten vorwiegend um beruflich bedingten Verkehr handeln oder inwieweit sich der Lkw-Verkehr in der Stadt mittelbar auf den Hafen zurückführen lassen wird.

Verkehrsmodell soll im Sommer 2017 vorliegen

horch

Mehr als 15 Seiten umfasst die Aufgabenbeschreibung an die IVV, die im Transparenzportal der Stadt veröffentlicht ist. Das Verkehrsmodell soll im Sommer 2017 vorliegen und wird in der Entwicklung rund eine Million Euro kosten. Dafür erwartet die Stadt auch, dass es die Nutzung des Bus- U- und S-Bahnverkehrs abbilden kann und sich auch Daten zur Fahrradnutzung einspeisen lassen. Am Ende soll somit ein interaktives Instrument zur Verfügung stehen, das es der Stadt möglich macht, die Auswirkungen einzelner Planungen besser – oder wie die Opposition glaubt, erstmals vernünftig – abschätzen zu können.

So könnte das Modell später Prognosen möglich machen, wie sich der Verkehr auf Straßen verändert, wenn dort ein bestimmter Parameter wie die Höchstgeschwindigkeit oder die Zahl der Spuren verändert wird. „Wir werden Maßnahmen, Baustellen und andere Infrastrukturprojekte anders planen können“, sagt Verkehrssenator Frank Horch der „Welt“. Das Modell mache es möglich, die Auswirkungen einzelner Entscheidungen besser einschätzen zu können. So solle das Modell nicht nur bei kleinräumigen Projekten zum Einsatz kommen, sondern auch für gesamtstädtischen Pläne wie etwa den Luftreinhalteplan, den Lärmaktionsplan und die Verkehrsentwicklungsplanung benutzt werden. „Das Ganze wird für uns und die Planungen in der Stadt einen ungeheuren Mehrwert haben“, glaubt Horch.

Schon kurz nach dem Regierungswechsel im Jahr 2011 hatte der damals noch rein SPD-geführte Senat angekündigt, den Verkehr in der Stadt künftig anhand eines Prognosemodells zu planen. Mehr als zwei Jahre passierte dann allerdings nichts. Auch die Zeit von der Ausschreibungsvorbereitung bis zur Auftragsvergabe dauerte mit gut zwei Jahren deutlich länger als nötig gewesen wäre.

„Wir brauchen das Verkehrsmodell dringend“

Für Wieland Schinnenburg, den verkehrspolitischen Sprecher der FDP in der Bürgerschaft, ist dieser Zeitverzug deutlich mehr als nur ein Ärgernis. „So ein Vorgehen im Schneckentempo kann man nur als Schlamperei bezeichnen“, kritisiert er. Denn obwohl der Senat ohne das Prognosemodell weitestgehend im Dunkeln tappe, verplane er Geld in signifikanter Höhe für Straßenbaumaßnahmen. „Der Senat hat bis heute zum Beispiel mehr als 60 Millionen Euro für die Busbeschleunigung ausgegeben, Bäume gefällt und Parkplätze beseitigt“, so Schinnenburg. Dabei habe die Verkehrsbehörde „keinen Schimmer“, ob diese Maßnahmen überhaupt in ein Verkehrsmodell für ganz Hamburg passten.

Deshalb fordert er, dass die Verkehrsbehörde ihren Einfluss auf die Ingenieure geltend machen sollte. „Wir brauchen das Verkehrsmodell dringend. Der Senat sollte sich bemühen, dass es früher als bisher geplant vorliegt.“ Zudem fordere er den Senat auf, „bis zur Vorlage des Verkehrsmodells keine neuen Fakten zu schaffen.“ Auch das Busbeschleunigungsprogramm sollte gestoppt werden, so Schinnenburg. Denn erst mit dem neuen Verkehrsprognosemodell ließe sich sicher ermitteln, welche Buslinien künftig besonders nachgefragt würden. Zwei Jahre Stillstand im Straßenbau würde und dürfe das Warten auf das Prognosemodell im Umkehrschluss aber nicht bedeuten, betont Schinnenburg.

Und das würde es wohl auch nicht. Denn viele Maßnahmen, die momentan in der Stadt für Baustellen und Verkehrsbehinderungen sorgen, sind weniger auf neue Entscheidungen als auf Versäumnisse bei der Straßensanierung vergangener Jahrzehnte zurückzuführen. Ein Beispiel ist die Großbaustelle zur Sanierung von Ferdinandstor, Lombardsbrücke und Wallringtunnel. Die komplette Sperrung des Bereichs soll am kommenden Wochenende enden. Bis Sonnabendabend ist die Vollsperrung angesetzt. Bevor diese allerdings aufgehoben wird, wird sie heute noch mal ausgeweitet. Dann wird auch die Zufahrt über die Kennedy-Brücke und die Straße an der Alster gesperrt.

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Handelskammer Hamburg

hamburgsofort.de

MITGLIEDERUMFRAGE – 69 Prozent der Hamburger Wirtschaft will Olympische Sommerspiele in Hamburg

Handelskammer Hamburg

Hamburg, 6. August 2015 – 69 Prozent der Mitgliedsunternehmen der Handelskammer befürworten eine Bewerbung Hamburgs als Ausrichter der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele.

Die breiteste Zustimmung kommt dabei mit 85 Prozent von den ins Handelsregister eingetragenen Unternehmen ab 20 Mitarbeitern; von den HR-Unternehmen bis 20 Mitarbeitern sind 71 Prozent pro Olympia, von den Kleingewerbetreibenden sind es 66 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Telefonbefragung des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag der Handelskammer unter ihren Mitgliedern. „Die Hamburger Wirtschaft hat mit starker Mehrheit pro Olympia votiert. Jetzt müssen die Planungen weiter konkretisiert werden, damit sich auch die Hamburger Bevölkerung Ende November ähnlich mehrheitlich hinter die Bewerbung stellt“, sagte Handelskammer-Präses Fritz Horst Melsheimer.

Im Auftrag der Handelskammer wurden die 1.508 repräsentativ ausgewählten Firmen außerdem danach gefragt, was ihnen bei einer Bewerbung besonders wichtig sei. Hier nannten 33 Prozent der Befürworter, dass Hamburg durch Olympia an Attraktivität gewinnt, und 26 Prozent, dass Nachhaltigkeit bei den olympischen Investitionen und Bauten ganz oben stehen muss. 28 Prozent der befragten Handelskammer-Mitglieder lehnen eine Bewerbung Hamburgs ab. 44 Prozent der Kritiker sehen vor allem die eventuellen finanziellen Belastungen mit Sorge.

Der Befragung war ein Beschluss des Plenums der Handelskammer vom Dezember 2014 vorausgegangen, wonach vor einer endgültigen Positionierung zum Thema Olympia eine Mitgliederumfrage durchzuführen sei. Eine Beschlussfassung erfolgt im September-Plenum.

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Auswirkungen der Olympiaplanung auf Wilhelmsburg

Wirkung auf Wilhelmsburg Flyer

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Auswirkungen der Olympiaplanung auf Wilhelmsburg
Einige Auswirkungen bereits in der Planungs- und Bauphase sind auf der Karte dargestellt.
Sie sind teilweise bereits in dem unmittelbar nach der Olympiabewerbung des Senats
erstellten Rahmenkonzept des Senats für Wilhelmsburg vom 30.9.2014 („Zukunftsbild 2013+)
vorgesehen.


Harburger Chaussee

Derzeit führt ein großer Teil des Schwerlastverkehrs von und zum Hafen über die
Haupthafenroute durch den Norden der Veddel und den Veddeler Damm (parallel zur
Hafenbahn auf dem Kleinen Grasbrook).
Diese Route wird bereits durch den Verkehr zum Abriss der jetzigen Hafenanlagen und danach
den Bau- und Olympiaverkehr so belastet, dass noch mehr Schwerlastverkehr als jetzt vor
allem auf die Harburger Chaussee und den Reiherstieg Hauptdeich ausweichen wird.
Im „Zukunftsbild 2013+“ ist bereits festgelegt, dass an der Harburger Chaussee keine
Wohnungen mit Blick auf Hamburg entstehen, sondern mehrstöckige „Gewerberiegel“ mit
zusätzlichen Straßen durch die jetzigen Wäldchen.


Hafenquerspange

Der SPD-Grünen-Senat will Hafenquerspange durch Wilhelmsburg, Kirchdorf und mit einem
Autobahndreieck direkt neben Kirchdorf-Süd mit Hilfe der Olympiabewerbung durchsetzen.
Am 20.7.2015 hat der Bundesverkehrsminister hat die Hafenquerspange auf die Liste von elf
ÖPP-Projekten gesetzt, die mit Investorenmitteln vorfinanziert werden, deren Gewinne vom
Staat garantiert werden.


Hauland

Am Hauland sollten auf den jetzigen Weideflächen bis zu 850 Wohnungen entstehen. Im
„Zukunftsbild 2013“ ist dort wegen der Hafenfirmen am Reiherstieg und der Hafenbahn
Gewerbe vorgesehen. Die Hafenfirmen sollen in Bezug auf Lärm, Schadstoffe und Gefahrgut
nicht eingeschränkt werden. Interesse hat die Holstenbrauerei, in Frage kommen aber auch
Betriebe, die wegen Olympia aus dem Kleinen Grasbrook entfernt werden sollen.


Jaffestraße

Im Bereich Jaffestraße sollten nach Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße 1750-2000
Wohnungen entstehen. Die Vorbereitung für den Wohnungsbau sollte 2017 beginnen. Nach
den Olympia-Planungen sollen jetzt Gebäude für ca. 16.000 Olympia-Medienvertreter in einem
Hochsicherheitsbereich entstehen; möglicherweise würden diese nach 2024 oder 2028 zu
Wohnungen umgebaut werden. Diese müssen aber für die Investoren lukrativ sein.


Schwimmhalle Wilhelmsburg

Die Schwimmhalle soll während Olympia für Wasserball genutzt werden. Dazu ist ein
„temporärer Umbau“ erforderlich: im Süden soll die Wand heraus genommen und ein
zusätzliches Becken sowie Zuschauertribünen gebaut werden. Wie bei den meisten Olympia
Sportstätten werden diese Um- und Anbauten nach den Spielen wieder abgerissen, weil der
dauerhafte Betrieb der Stadt zu teuer ist. Während der langen Umbauzeiten vor und nach den
Spielen haben die Wilhelmsburger_innen keine Schwimmhalle.


Lokals Mitspracherecht

Verkehrsplanung, Mediendorf, Gewerbegebiete – alles geschieht von nun an unter dem
Vorrang von Olympia. Bis zum 29.11.2015 will Hamburg das „Ja“ der Hamburger, dann im
Sommer 2017das „Ja“ des IOC. Danach ist Hamburg durch Verträge mit dem IOC und den
Investoren gebunden. Der Bezirk und die Wilhelmsburger haben kein Mitspracherecht.

Michael Rothschuh, 21.7.2017

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Pläne für grüne Spiele

MOPOhttp://www.mopo.de/politik/plaene-fuer-gruene-spiele-gesamte-innenstadt-soll-bei-olympia-autofrei-sein,5067150,31227560.html

Gesamte Innenstadt soll bei Olympia autofrei sein

Von Renate Pinzke
Die gesamte Innenstadt soll nach den Plänen von Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) während Olympia autofrei sein.

Die gesamte Innenstadt soll nach den Plänen von Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) während Olympia autofrei sein.
 Foto: Gärtner + Christ / Imago

Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) hat am Mittwoch die  ersten Ideen zum  Hamburger Konzept für grüne und nachhaltige olympische Spiele in der HafenCity Universität vorgestellt. Die Überraschung: Die gesamte Innenstadt soll während der Austragung der olympischen Spiele autofrei sein. Der Standort des Olympischen Dorfes, der Kleine Grasbrook, soll auch nach dem Ereignis wenig befahren werden, der Autoanteil darf dann 25% nicht überschreiten.

Umweltsenator Jens Kerstan (49, Grüne) vor seiner Behörde in Wilhelmsburg.

Umweltsenator Jens Kerstan (49, Grüne) vor seiner Behörde in Wilhelmsburg.
 Foto: Patrick Sun

Entwickelt werden die Ideen unter Federführung der Umweltbehörde in Projektgruppe mit Gutachtern und Experten. „Wer sich am Ende gegen Weltstädte durchsetzen will, muss durch Ideen und Einzigartigkeit punkten“, so Umweltsenator Jens Kerstan. Man wolle nicht olympische Spiele für Hamburg machen, sondern für die Welt, so Kerstan weiter.

Dabei spielt auch Nachhaltigkeit für den Senator eine wichtige Rolle. Faire Handelsbedingungen und Umweltfreundlichkeit sollen bei der Anschaffung der Stadionausstattung an oberster Stelle stehen. Als Umwelthauptstadt Europas 2011 müsse Hamburg vorbildlich vorangehen. Bei der Erbauung des Olympischen Dorfs sollen beispielsweise neue Maßstäbe für energieeffizientes Bauen gesetzt werden.

Auch eine Klimataxe für Besucher ist geplant, um die Spiele klimaneutral gestalten zu können. Wie hoch die sein wird, ist noch unklar.

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Hafenquerspange im Tunnel durch den Katenweg ?

 

 

 

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A 26 o durch den Katenweg?

A 26 o durch den Katenweg?

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Fahrradverkehr in Hamburg  

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http://www.nahverkehrhamburg.de/fahrrad/item/1457-zahl-der-radfahrer-in-drei-jahren-um-50-prozent-gestiegen

Zahl der Radfahrer in drei Jahren um 50 Prozent gestiegen

Zahl der Radfahrer in drei Jahren um 50 Prozent gestiegen Foto: Christian Hinkelmann

Die Zahl der Radfahrer in Hamburg ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden an den 38 „Fahrradpegel“-Messstationen im Stadtgebiet durchschnittlich 52.200 Fahrradfahrer pro Tag gezählt. Im Jahr 2011 waren es noch 35.500. Das entspricht einem Plus von fast 50 Prozent in nur drei Jahren.  Das geht aus einer Senatsantwort auf eine große Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion hervor.

Der rot-grüne Senat will Hamburg in den nächsten Jahren zur „Fahrradstadt“ ausbauen und den Anteil der Radfahrer am Gesamtverkehr deutlich erhöhen. Im Jahr 2008 lag dieser Anteil laut der bundesweiten Studie „Mobilität in Deutschland“ bei 12,2 Prozent.
Im kommenden Jahr sollen im Rahmen dieser Studie neue Zahlen erhoben werden. Mit den Ergebnissen ist laut Hamburger Senat erst 2017 zu rechnen.

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HVV-Prüfmarathon geht am Problem vorbei

hamburgsofort.de

 Hamburg sofort

HVV-Prüfmarathon geht am Problem vorbei

Linksfraktion

Mit rund 150 KontrolleurInnen führt der HVV heute einen so genannten Prüfmarathon gegen SchwarzfahrerInnen durch.

„Kaum jemand fährt einfach so aus Spaß schwarz. Gerade für Menschen mit wenig Einkommen sind die ständig steigenden Fahrpreise kaum noch bezahlen“, kommentiert Heike Sudmann , verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Mit viel personellem und finanziellem Aufwand wird gegen die SchwarzfahrerInnen vorgegangen. Wichtiger wäre es, den HVV preisgünstiger und für Menschen mit wenig Einkommen kostenlos zu machen. So käme der HVV seinem Auftrag zur öffentlichen Daseinsvorsorge viel besser nach als mit solchen PR-Aktionen.“  Niedrigere Fahrpreise, gerade auf Kurzstrecken, könnten nicht nur manche Schwarzfahrt mit schlechtem Gewissen unnötig machen, sie würden auch viele Leute zum Umsteigen auf den ÖPNV animieren, meint Sudmann: Ein echtes Sozialticket und Preissenkungen für Kinder und SeniorInnen sollten für die Sicherung der verkehrlichen Teilhabe aller Menschen dieser Stadt Mindeststandard sein. Nur Schröpfen und Strafen ohne soziales Gegenkonzept verschärft die Spaltung der Stadt.“

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