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Warum das Auto aus den Innenstädten verschwinden wird

http://www.stern.de/auto/news/darum-hat-das-auto-den-kampf-um-die-zukunft-schon-lange-verloren

Die Kollegen von stern-Redakteur Gernot Kramper kommen ohne Auto aus und wollen nicht mal eins. Das Auto weckt keine Begehrlichkeiten und bringt ihnen keinen Nutzen. Auf Dauer lohnt das eigene Auto in der Innenstadt kaum noch.

Man sieht das Problem: In jedem Haus wohnen mehr als 30 Personen, Platz ist aber nur für drei Autos.w© Slava Andrienko/Gettyimages

Von Jahr zu Jahr werden mehr Autos zugelassen. In Deutschland, in Europa, in der ganzen Welt. Immer mehr und immer teurer. So gesehen, ist das Autobauen ein Bombengeschäft. Und doch hat die Automobilwirtschaft die Zukunft bereits verspielt. Das erkennt man an Kleinigkeiten. Etwa daran, dass das Publikum die Ankündigung eines Smartphones von Apple elektrisiert und die Vorstellung in Cupertino den versammelten Autozauber auf der IAA in den Schatten stellt.

Das Auto verschwindet aus dem Bewusstsein

Bei vielen jüngeren Leuten ist das Auto inzwischen abgemeldet. Nicht jeder 18-Jährige will die astronomischen Kosten für einen Führerschein tragen – viele können es auch schlicht nicht mehr. Schaue ich mich bei uns in der Firma um, besitzen nur etwa 15 Prozent der Angestellten ein eigenes Auto. Vielleicht etwas mehr, wenn man Oldtimer und Surfmobile noch dazu zählt. Nur eine einzige (!) Person kommt regelmäßig mit dem Pkw ins Büro. Am Geld kann es eigentlich nicht liegen. Doch im Wettstreit gegen schöne Wohnung und schicke Reisen zieht das Auto den Kürzeren.

Repräsentativ für ganz Deutschland ist diese Beobachtung nicht. Der Verlag liegt direkt an zwei Bahnlinien, die meisten Kollegen wohnen nicht im weiteren Hamburger Stadtgebiet, sondern in den Vierteln der echten City. Ihr Verkehrsmix ist immer der Gleiche: Bus und Bahn bilden das Rückgrat, das Fahrrad ist die Schönwetter-Alternative, und für besondere Anlässe und Besorgungen greifen sie auf ein Miet- oder Sharing-Fahrzeug zurück. Überzeugte Radler bilden übrigens nur eine kleine Minderheit. Die monatlichen Kosten für ein Auto sparen sie sich.

Der Wettstreit der Ausgaben

Oder geben das Geld anderweitig aus. Ein halbwegs junger Mittelklassewagen kostet mindestens 500 Euro im Monat – das sind immerhin 6000 Euro im Jahr. Ein Wagen mit Hui-Effekt ist deutlich teurer. Umgerechnet in Fernreisen sind da zwei schöne Expeditionen drin. Umgerechnet in die Leitwährung Wohnung machen 500 Euro den Unterschied zwischen einer Top-Wohnung in einem In-Viertel oder einem schmucklosen 60er-Jahre Bau irgendwo in der Peripherie aus.

Hinzu kommt: In unser Firma wäre das Auto ein purer Luxus und kein Fortbewegungsmittel. Denn schneller als mit Bus, Bahn oder Fahrrad würde man das Büro mit dem Auto nicht erreichen. Ganz im Gegenteil. Im Umkreis von sieben Kilometer braucht das Auto im Berufsverkehr deutlich länger. Außerdem müsste man einen Parkplatz in der Nähe des Arbeitsplatzes mieten. Laternenparker bekommen in der Umgebung täglich ein Knöllchen. Kosten des Parkplatzes etwa 70 Euro. Will man zu Hause in Ottensen oder Hoheluft stressfrei parken, gilt das gleiche: Auch dort benötigt man einen eigenen Parkplatz, wenn man nicht abends 20 Minuten ums Karree fahren will – das wären dann schon zwei Mal 70 Euro. Länger im Stau stehen und diese Kosten tragen – das macht keinen Sinn.

Das Auto – dann vielleicht auch ein günstiges Exemplar – aber wochentags stehen zu lassen, damit man am Wochenende mal an die Nordsee fährt, rechnet sich auch nicht. Da ist ein Mietwagen immer billiger. Den Rest des Eintrags lesen. »

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Bürger messen Feinstaub jetzt selbst

Home – Hamburg – Harburg –  07.09.2017

WILHELMSBURG

Bürger messen Feinstaub jetzt selbst

Von Thomas Sulzyc

Die Teilnehmer des Workshops basteln im Bürgerhaus Wilhelmsburg ihre eigenen Feinstaub-Messgeräte

Bürger messen Feinstaub jetzt selbst – Hamburg Harburg – Hamburger Abendblatt(10)

Foto: Thomas Sulzyc

Eine Initiative in Wilhelmsburg greift einen bundesweiten Trend auf und will im Hamburger Süden selbst gebaute Luftverschmutzungs-Detektoren aufstellen.

Wilhelmsburg.  In einem kleinen Raum im Bürgerhaus Wilhelmsburg mit geöffneten Fenster zur viel befahrenen Mengestraße sitzen sieben Männer und drei Frauen an Tischen und stecken Kabel in winzige Öffnungen an kleinen technischen Bauteilen.

Am Kopf des Tisches hat der auf den Elbinseln bekannte Verkehrsaktivist Jochen Klein vor einem Laptop Platz genommen und hält ein kaum handflächengroßes Gehäuse zwischen den Fingern: „Das ist der Feinstaubsensor“, sagt er, „man muss nicht programmieren können und nicht die heißen Enden eines Lötkolbens kennen, um ein Messgerät zu bauen.“

Spätestens seit sich die deutsche Automobilindustrie wegen manipulierter Abgaswerte öffentlich rechtfertigen muss, hat es die Schadstoffbelastung der Luft zu einem der heißesten Nachrichtenthemen gebracht. Immer mehr Menschen wollen wissen, wie belastet die Luft in ihrer Stadt und Nachbarschaft ist. Die Initiative Engagierte Wilhelmsburger, aktionsreicher Partner im Bündnis Verkehrswende Hamburg, bietet deshalb Workshops an, Geräte zum Messen der Feinstaub-Belastung selbst zu basteln.

Barbara Siebenkotten zeigt ihren selbst gebastelten Dreck-Sensor

Foto: Thomas Sulzyc

Vertrauen in staatliche Umweltdaten geht verloren

Die Premiere am vergangenen Dienstagabend in Wilhelmsburg war mit zehn Teilnehmern blitzschnell ausgebucht. Den Grund dafür sieht Jochen Klein in einem massiven Vertrauensverlust, der rund um die deutsche Automobilindustrie und deren politisch verantwortliche Stellen entstanden sei.

„Eine soziale Bewegung entsteht, die sich nicht auf die staatlichen Stellen verlässt, sondern selbst Umweltdaten misst und diese via Online-Karten und Realzeitgrafiken öffentlich zur Verfügung stellt“, sagt Workshopleiter Jochen Klein. Neben den Engagierten Wilhelmsburgern bietet noch „Code für Hamburg“, eine Gruppe ehrenamtlicher Programmierer, in der Freien und Hansestadt Kurse an, den eigenen Drecksensor zu basteln.

 

Die Hamburger Initiativen gehen auf das Projekt „Luftdaten.info“ des OK Labs Stuttgart zurück. Nirgendwo in Deutschland ist die Feinstaubbelastung höher als in der baden-württembergischen Hauptstadt. Das OK Lab verfolgt das Ziel, ein Netz aus selbstgebastelten Feinstaubsensoren aufzubauen, deren Daten im Internet abrufbar sind. „OK“ steht für Open Knowledge, das bedeutet offenes Wissen.

Open Data nennt sich das, wenn Messergebnisse für jedermann jederzeit zugänglich sind. Es ist ein wesentliches Merkmal der sozialen Bewegung. Auch die Wilhelmsburger werden ihre Messstationen an das Netz der Stuttgarter anschließen. Sogar Gleichgesinnte in Frankreich, Großbritannien oder Spanien beteiligen sich.

Jeder kann sich sein eigenes Feinstaub-Messgerät leisten. 40 Euro kostet der Bausatz – Importkosten inklusive. Neben dem Feinstaubsensor besteht er noch aus einem kleinen Prozessor mit WLAN-Chip und zwei Plastikröhren als Wetterschutz. Jochen Klein bestellt die Bauteile besonders günstig auf einer chinesischen Homepage. Drei Wochen beträgt die Lieferzeit.

Die Engagierten Wilhelmsburger machen keinen Hehl daraus, dass eine 40 Euro teure Messstation nicht die gleiche Genauigkeit liefert wie eine geeichte, staatliche für etwa 20.000 Euro. „Wenn die Grenzwerte lustig überschritten sind, macht es nichts, wenn die Messergebnisse um zehn Prozent abweichen“, sagt Jochen Klein.

Es gehe vor allem darum, Menschen dazu zu bewegen, sich kritisch mit ihren Lebens- und Umweltbedingungen zu befassen. „Wir wollen ein politisches Signal setzen und die Ergebnisse der staatlichen Messergebnisse dort überprüfen, wo wir wohnen“, sagt die Workshopteilnehmerin Barbara Siebenkotten.

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung habe die Materialprüfungsanstalt der Universität Stuttgart der kostengünstigen Sensortechnik des Ok Lab eine überraschend geringe Abweichung zu ihrem geeichten Gerät bescheinigt. Experten gestehen dem Projekt eine Schwarmintelligenz zu: „Je mehr Messpunkte wir haben, desto geringer werden die Abweichungen und desto genauer die Ergebnisse“, erklärt Dirk Holm.

Das Basteln sei nicht schwer. „Ein bisschen wie Ikea: Steckst du noch oder bist du schon“, sagt Barbara Siebenkotten und lacht. Wer Internetaffin ist, hat es beim Anmelden leichter. Der Schwierigkeitsgrad dürfte mit dem Anschließen eines WLAN-Routers oder Fernsehers vergleichbar sein. Einen zweiten Workshop bieten die Engagierten Wilhelmsburger am 26. September an – nur noch vier Plätze sind frei.

Das Eigenbauer-Netzwerk

Das OK Lab Stuttgart ist Teil des Programms Code for Germany der Open Knowledge Foundation Germany. Ziel des Programms ist es, Entwicklungen im Bereich Transparenz, Open Data und Citizen Science zu fördern.

Regionale Gruppen, bestehend aus Designern, Entwicklerinnen, Journalisten und anderen, treffen sich regelmäßig in Labs. Sie entwickeln Apps, ie informieren und die Arbeit von Verwaltungen und Behörden transparenter machen.

luftdaten.info Die Landkarte auf der Homepage des Projekts zeigt die Sensoren, die mit Farben von grün über orange bis violett die örtliche Feinstaub-Belastung in Echtzeit signalisieren.

Engagierte Wilhelmsburger Die Initiative ist Partner im Bündnis für Verkehrswende Hamburg, das den Bau der A26-Ost verhindern will. Kontakt per Email: info@die-engagierten-wilhelmsburger.de

© Hamburger Abendblatt 2017 – Alle Rechte vorbehalten.

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Hafenquerspange/Hafenpassage A26-Ost – Wie kann ich mich dagegen wehren?

Wer sich eine Einflussnahme auf das Planfeststellungsverfahren zur A26-Ost sowie die
Möglichkeit einer Klage dagegen offen halten will, oder wer seinen Protest gegen das
Projekt offiziell machen möchte, sollte bis einschließlich zum 18. April 2017 eine
Einwendung dagegen erheben. Es gilt der Grundsatz: Ohne Einspruch, kein Anspruch!

Zunächst geht es um den Bauabschnitt Moorburg bis zur „Anschlussstelle HH-Hafen Süd“.
Für Wilhelmsburger ist es besonders wichtig, schon gegen diesen ersten Abschnitt
Einwendungen zu erheben! Denn ist der erst einmal in trockenen Tüchern, ist der
Weiterbau der Autobahn bis nach Kirchdorf kaum mehr aufzuhalten.
Damit sich alle möglichst frühzeitig informieren können, wie eine Einwendung aussehen
kann und an wen sie zu richten ist, bieten die „Engagierten Wilhelmsburger“ und das
„Bündnis Verkehrswende Hamburg“ eine offene Beratung an:
Am Dienstag den 14.März 2017, um 19:00 Uhr, im Bürgerhaus Wilhelmsburg. Alle sind
herzlich eingeladen.

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Zusammenfassung von ZEW zur Veranstaltung im Bürgerhaus

http://zukunft-elbinsel.de/1-2-2017-botschaft-scholz-wilhelmsburg-will-keine-neue-autobahn/

Foto:DEGES

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Bürgerdialog ?

Scholz schenkt Hamburg eine Autobahn – keiner will sie 

 

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Pseudo Beteiligung

Pseudo-Beteiligung bei Hafenquerspange

Modell mit Kirchdorf

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Termin Kirchdorf-Süd 26.01.2017

 

Hier klicken: Runder-Tisch-Autobahn-26-Januar-2017

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Aufruf für den 18.01.2017 in Moorburg

Aufruf für 18.1.17 in Moorburg (hier klicken)

 

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Unsere Petition

https://weact.campact.de/p/HQS    

 

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Moorburg Bilder 2009 und 2016

Die erste Moorburg/Hafenquerspangen Demo vom 09.08.2009
und die zweite Moorburg Demo vom 08.10.2016

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